Relativ abgekämpft vom 13stündgen Tag schlenderte ich Richtung Zelt an der Blue Stage vorbei und blieb bei den Chemical Brothers hängen. Die Musik ist faszinierend, aber die Performance lebt ganz klar von den Bildern.
Eine wahre Orgie an Effekten wurde nicht nur auf die beiden Videowände neben der Stage geworfen. Die Chemical Brothers hatten hinter ihrem bombastischen Mischpult eine Videowand mitgebracht, die den kompletten Bühnenhintergrund ausfüllte.
Neben dm 3D-Flug durch diverse Kathedralengrundrisse, die später in der bunten Realität endeten waren sicher die eigentlich banal auf dem Screen herumfliegenden Kugeln das imposanteste Seherlebnis. Sie platzen später im Lied passend zu den Beats und das schaute aus als ob sie flüssige Farbe enthalten würden, die explodiert. Wahnsinn. Darum konnte ich auch nicht weiter zum Zelt, obwohl die Füsse nach dem Tagesende schrien.

Erst als das erste Set zu Ende war zog ich von danen und erlebte die Zugabe Blockrocking Beats nurmehr auf dem Weg zurück zum C8.

Vergleiche ich den Auftrit von Justice in der kleinen Halle ohne diese Bilderflut mit den Chemical Brothers gestern muss ich sagen: Justice liegt klar in meiner Gunst vorne.