Etwas verwundert war ich gestern schon, dass das Highfield mit 2 Bühnen ein kleineres Paket veröffentlichen sollte als das Area4 bei dem es nur eine derselben zu bestücken gilt. Und so ist es dann auch wenig verwunderlich, dass das „offizielle“ Paket nun neben den bereits gestern per Flyer verratenen Thrice, Minus The Bear und State Radio 3 weitere Bands beinhaltet: Archive, Good Shoes und Ok Go sind weitere Beschaller des Störmthaler Sees.

Das Festival schreibt zu seinen Neuzugängen:

Zwischen Elektronik und progressivem Rock, HipHop und akustischem Songwriting haben Archive ein musikalisches Universum geschaffen, das seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten gehorcht. Auch ihr sechstes Studioalbum „Controlling Crowds“ pulsiert in der Spannung zwischen Hell und Dunkel, Melodie und Noise, Aggression und Transzendenz. Rockgitarren lassen Raum für Rap, Synthesizer vereinen sich mit der Kraft der Gitarren und vertrackte Beats wechseln sich mit kompromissloser Geradlinigkeit ab. So klingen Archive im Jahre 2010, fast 15 Jahre nach Gründung der Band durch Danny Griffiths und Darius Keeler.

Mehr Musik aus den Suburbs, bitte. Die Zeit der großen Metropolen ist vorbei, das Leben findet überwiegend in den Vorstädten statt. Zum Beispiel in Morden, im Südwesten Londons, in dessen Zentrum die Undergroundstation, ein paar Einkaufsläden in geklinkerten Häusern, und das hässliche Bibliotheksgebäude den Blick auf die Baptist Church verstellt. Hier spielt man leidenschaftlich Cricket und hier macht man leidenschaftlich Musik. Schließlich hat man als Jugendlicher viel zu erzählen vom Nichts, aus dem der Tag besteht. Good Shoes kommen aus Morden und haben das grossartige Brit-Indie-Rock-Pop-Album „Think Before You Speak“ gemacht, das sich rund um den Überdruss, die Langeweile, das Glück, das Lieben, das Wohnen, kurz: das Leben in ihrem Bezirk dreht. Liebevoll und wehmütig singt Rhys Jones davon, die kratzige Rock-Gitarre von Steve Leach schnarrt dazu, Joel Cox schlägt den Bass, und Rhys’ Bruder Tom Jones bearbeitet die Drums. Es ist so einfach, gute Musik zu machen, wenn man etwas zu erzählen und zu spielen hat.

Die meisten Menschen kennen OK Go von ihren Videoclips, die gerne auch mal in der ein oder anderen Simpsons-Episode parodiert werden. Auf der offiziellen Website der Band findet man an die Zehn verschiedenen Video- Remixes der neuen Single „WTF“, absolut sehenswert. Die neue Platte „Of The Blue Colour Of The Sky“ ist auf abenteuerliche Art und Weise musikalisch: Verschachtelt, voller Gefühle und vollkommen selbstsicher. Mit der Platte betreten OK Go neues musikalisches Terrain, die Ohrwurmqualität früheren Songs ist immer noch da, aber die Handschrift ist entschieden fokussierter und trittsicherer, der Gitarrensound vielschichtiger und weitläufiger. Dass OK Go in einem Ferienlager anfingen Musik zu machen, mit einem Schlagzeug das aus ein paar Klappstühlen bestand, ist nicht mehr rauszuhören. Heute überzeugen sie das Publikum mit ihrer überschwänglichen Mixtur aus Spaß und Freunde, Jugendlichkeit und Rock ’n’ Roll.

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[important color=green title=“Lineup Highfield und Area4 2010″]Placebo (Headliner)
Billy Talent (Headliner)
Blink182 (Headliner)
All Time Low
Archive
Band Of Horses
Bela B
Biffy Clyro
Black Rebel Motorcycle Club
Comeback Kid
Danko Jones
Fettes Brot
Frank Turner
General Fiasko
Gogol Bordello
Good Shoes
Jennifer Rostock
Karamelo Santo
Mad Caddies
Madsen
Minus The Bear
Monster Magnet
NoFX
OK Go
Parkway Drive
Revolverheld
Unheilig
State Radio
The 69 Eyes
The Asteroids Galaxy Tour
The Drums
The Gaslight Anthem
The Sounds
Thrice
Wir sind Helden

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