Foto: Thomas Peter

Mitten hinein ins mit 15 Minuten Verspätung gestartete Deftones-Konzert wurde die Pressekonferenz am Southside gelegt. Im kleinen Pressebereich waren alle Amts- und Würdenträger vertreten, die man zumeist auch schon aus den Vorjahren kannte.

Das wichtigste zuerst: Das Southside soll auch im kommenden Jahr wieder auf dem Take Off Park stattfinden. Grundlegende Bereitschaft signalisierten sowohl Take Off Park Chef Baur als auch der für FKP Scorpio resümierende Folkert Koopmans.
Das Festival 2010 wird als das nasseste Southside in die Geschichte eingehen. Der Regen im Vorfeld und vor allem die 80mm pro Quadrameter in der Nacht von Donnerstag auf Freitag haben das Gelände in ein Schlammfeld verwandelt. Zwar habe man bereits am Freitag einen 6stelligen Betrag in Aluplatten investiert und insgesamt 600 Kubikmeter Hackschnitze und Stroh verteilt, doch das sei so Koopmans binnen Minuten verschwunden. An sich sei das Gelände eines der am besten für ein Festival geeigneten in Deutschland, aber mit dieser Flut von oben kam auch es nicht zu recht.
Take Off Park Besitzer Baur und Neuhausens Bürgermeister Osswald wollen den Abzug der Produktion abwarten, bis man den Schaden am Gelände wirklich überblicken kann. Oft schon sähe es nach dem Abzug des Festivals weniger schlimm aus als erwartet. Das wichtigste sei nun laut Baur den 700 Mitarbeitern des Take Off Parks am Montag Zugang zu ihren Arbeitsplätzen zu gewähren und dann über die nächsten Monate den Park wiederherzustellen.
Auf die Frage nach dem Termin für 2011 war Koopmans sich nicht ganz sicher. Er gab die Wochenenden 19. und 26.Juni als mögliche an und bestätigte auf Nachfrage man werde versuchen die Ticketpreise wiederum bei 120 Euro einzupegeln. Sollte man einen teuren Act wie beispielsweise die Red Hot Chilli Peppers an Land ziehen können könnte aber auch der ein oder andere Euro dazukommen.  Schon Ende des Jahres wolle man aber eingefleischten Fans wieder die Möglichkeit geben im kommenden Jahr für unter 100 Euro dabei zu sein.
Apropos Bands: Explizit nannte Koopmans sein Ziel irgendwann einmal Rage Against The Machine nach Neuhausen locken zu wollen. Ob es bereits im nächsten Jahr machbar ist sei derzeit aber genauso offen wie eine Beteiligung von den Foo Fighters. Man wisse, dass sie im nächsten Jahr touren wollen – wann sie aber nach Europa kommen ist unklar. Auf jeden Fall würde man sich um sie bemühen, sollten sie auf dem Markt verfügbar sein, so Koopmans.

Von Polizei, Feuerwehr und Sanitätern gab es keine speziellen Vorfälle zu berichten.
Polizeihauptkomissar sprach von einigen Problemen im Verkehr verursacht durch den durchweichten Boden. Insbesondere die Abfahrt jetzt verlaufe schleppend. Im wahrsten Sinne des Wortes. Man hat seitens des Festivals einen kostenlosen traktorenservice für steckengebliebene Fahrzeuge eingerichtet. Wer so lange nicht warten will muss 20 Euro berappen und einen der privaten Dienstleister engagieren.
Für die Feuerwehr sei das Festival bis etwa 14 Uhr heute relativ ereignislos verlaufen. 120 Einsätze wurden dokumentiert. Seitdem aber hätte man mehr zu tun. Stehengelässene Zelte und Campingzubehör würden nun vermehrt in Brand gesetzt.
Die Johanniter als beauftragter Sanitätsdienst waren mit 420 Helfern vor Ort und vermelden wie im Vorjahr erneut rund 1500 Versorgungen. Davon entfielen rund die Hälfte (673) auf Bagatellfälle, der Rest wäre so schwer dass er dokumentiert werden musste. In diesem Jahr habe sich die Arten der Verletzungen wetterbedingt leicht hin zu Knöchel- und Kniescheibenproblemen verschoben.

2 KOMMENTARE

Comments are closed.