Schon Anfang Juli präsentierte die ARD eine Reportage zum 25 jährigen Jubiläum von Rock am Ring. Der Film von Andreas Ammer zeigt ganz viel Festivalalltag mit stellenweise episch-pathetischer Erzählweise. So entsteht ein sehenswertes Gesamtwerk, von dem wir im Netz eine Aufnahme gefunden haben (Teil 1, 2, 3).

Kontrollierte Ekstase und Choreographierter Rock ’n‘ Roll – gekonnt werden Scheinwidersprüche im Rahmen der Reportage aufgelöst. Nach festen Regeln läuft die Besiedlung der Kurzzeit-Campingstadt; die Stuhlkreise liefern bisweilen eine spießbürgerliche Schrebergartenatmosphäre. So nimmt der Festivalrock eine Stellung inmitten der Gesellschaft ein. – er ist ihr Abbild.

Eine alternierende und doch recht interessante Perspektive stellen die Macher damit zur Schau. Sie vernetzen Backstageinformationen, die dem normalen Festivalbesucher verborgen bleiben mit einem natürlichem ungezwungenem Bild vom Campingalltag. Kurzum: Wer nach einer kurzweiligen Abendunterhaltung sucht, ist mit der halbstündigen Reportage gut bedient.

2 KOMMENTARE

  1. Nett! ;-)
    Fasst gut zusammen, was ich an Festival(-besuchern) liebe und hasse.
    Ansonsten mutet das wie ein Lehrfilm für besorgte Eltern an. Man sieht ja in letzter Zeit andauernd solche Dokus, die erinnern alle irgendwie an Full Metal Village.

    • Solche Reportagen gibt es wirklich zu Hauf und doch sticht diese durch ihre besondere Erzählweise ganz deutlich hervor. Mir hat’s gefallen (und ich gehöre nicht zur Gruppe der besorgten Eltern ;-)

Comments are closed.