Pete Doherty, Sorgenkind der Libertines

Wie NME berichtet, wollen die Libertines ihre musikalische Zukunft von den anstehenden Auftritten auf dem Leeds- (heute, 27. August) und Reading Festival abhängig machen. Drummer Gary Powell setzt gegenüber NME den morgigen Tag als Termin für eine Entscheidung fest: „I think that decision will actually come at that point of time.“ Grundsätzlich würde er ein Weiterbestehen der Band befürworten. Auch Carl Barat zeigt sich optimistisch. Die Chemie zwischen ihm und Kollege Pete Doherty stimme nach wie vor. Geradezu romantisch schwärmt er im Interview mit NME von der Wiedervereinigung: „It’s like gentle fires are warming the corridors of our hearts that have been cold since the splitting up.“ Wenn es also während der beiden Konzerte heute und morgen zu keinen größeren Zwischenfällen kommen sollte, kann eine dauerhafte Reunion durchaus als wahrscheinlich betrachtet werden. Dennoch muss man gerade bei Hitzkopf Pete Doherty jederzeit mit allerlei Unsinn rechnen.

Die Band war 2004 an Pete Dohertys Drogensucht zerbrochen. Mehrere Aufenthalte in Entzugskliniken waren ohne Erfolg geblieben, woraufhin Carl Barat beschloss, die Aktivitäten der Band vorerst ruhen zu lassen. Eine offizielle Auflösung  gab es dagegen nie. Gerüchte über eine mögliche Wiedervereinigung waren im Laufe der Jahre – auch von den Bandmitgliedern- immer wieder angeheizt worden. So hatte Carl Barat im Januar 2010 eine Reunion für 2011 in Aussicht gestellt und bereits zuvor 2010 als Jahr der Wiedervereinigung ausgeschlossen. Die exklusiven Auftritte auf dem Reading und Leedsfestival waren demnach mit einer großen Überraschung verbunden. Sollte es tatsächlich zur Wiedervereinigung kommen, werden sie vor allem beim Southside/Hurricane 2011 einen hohen Platz in der Gerüchteliste einnehmen.