Niklas Werner wurde von uns zum Chiemsee Rocks geschickt und liefert nun seinen Bericht zum dem Chiemsee Reggae Summer vorgelagerten Minifestival. Wir sagen Danke für die Impressionen in Wort und Digicam-Bild.

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Mittwoch, der 25. August, der Tag an dem zum 3-mal das Chiemsee Rocks stattfand und somit die Festivalwoche in Übersee eröffnete. Neben dem diesjährigen Headliner Blink 182, traten auch Billy Talent, Madsen und State Radio auf.

Wer dachte nur auf junges Publikum zu treffen, wurde auf dem Festivalgelände eines Besseren belehrt. Doch darf man sich durch das Alter nicht beirren lassen, denn die jungen Leute wissen genau, wie sie ganz nach vorne gelangen und auch dort bleiben. Wer seine Lieblingsband vom Nahen sehen will, muss schon blaue Flecken, Gedränge und den Schweiß vom Nachbarn ertragen.

Einen kleinen Vorgeschmack erhielt man schon bei dem Auftritt von Madsen. Mit ihren Songs wie „Nachtbaden“, „Lass die Liebe regieren“ und „Du schreibst Geschichte“ brachten sie die Menge zum Mitsingen. Auch wer nicht textsicher war und die Band vorher nur vom Hörensagen kannte, verabschiedete sie mit einem wohlverdienten Jubel als sie nach ca. 1 Stunde die Bühnen für Billy Talent frei gaben.

Die Menschenmassen verdichteten sich zusehends vor der Bühne als das riesige „Billy Talent“-Banner darauf zu sehen war. Und zu Recht. Mit harten Gitarrenriffs und Liedern wie „Surrender“, „Fallen Leaves“ und „Devil On My Shoulder“ brachten sie das Publikum zum Toben. Falls jemand etwas mehr Freiheit haben wollte, konnte er sich in einen der Pogo-Kreis stürzen, die beispielsweise bei „Red Flag“ gebildet wurden. Hierfür musste man lediglich ein paar blaue Flecken und eventuell ein paar geprellte Rippen hinnehmen. Damit nichts Schlimmeres passiert gab es zu Anfang noch die Aufforderung von Sänger Benjamin Kowalewicz: „If somebody falls, you f***ing pick him back up, okay?“.

Wem das Gedränge bei Billy Talent schon zu viel war, der musste sich bei Blink-182 ganz nach hinten verziehen, denn schon während der kurzen Pause vor ihrem Auftritt wurde in der Menge gedrängt, gestoßen und getreten, doch umfallen konnte man nicht, denn hierfür gab es keinen Platz. Als dann das wiedervereinte US-amerikanische Trio auf die Bühne kam, gab es kein Halten mehr. Die Euphorie gelangte an ihren Höhepunkt. Wer versuchte den Bewegungen des Drummers Travis Barker zu folgen, scheiterte. Dieser hatte seine Sticks so unter Kontrolle, dass man nur erahnen konnte, dass er sie in den Händen hielt. Bis zum Schluss um ca. 23:30 Uhr hielt die Begeisterung an. Dann löste sich die Menge langsam auf und an Hand der immer noch euphorischen Gesichter konnte man erkennen, dass das ganze Konzert ein reiner Erfolg und ein wirklich sehenswerter Auftakt zum Chiemsee Reggae Summer war.