Foto: Thomas Peter

Vollmundig wurden I Am Kloot von der Moderatorin der Zeltbühne als wohl beste Band des Festivals angekündigt, die man absolut nicht verpassen dürfe. Mein Interesse war geweckt und so verfolgte ich etwas überrascht wie die 3 Männer im besten Alter, die soeben erst ihre Instrumente durch den Soundcheck geschläust hatten zurück auf die Bühne zurückkehrten. Man hatte vorher angenommen, es habe sich um Roadies gehandelt – dabei waren es die Bandmitglieder selber gewesen. Überraschung! Vor allem der verwegene Sänger John Bramwell hatte sich in guter alter Hilfsarbeitermanier nach dem Mikrocheck mit den schelmischen Worten „Thanks. It’s been a great evening“ hinter den Vorhang verabschiedet.

Obwohl die Gruppe in Europa seit ihrer Gründung im Jahre 1999 Bekanntheit insbesondere wegen der interpretierbaren und nicht eindeutigen Liedtexte erlangte, waren sie bis dato ein unbeschriebenes Blatt für mich. Der Myspaceauftritt der Gruppe konnte keinen bleibenden Eindruck hinterlassen – der Liveauftritt dann aber doch. Es wirkte einfach handgemacht und mit Liebe und Humor vorgetragen, was I Am Kloot da auf die Bühne zauberte. Technische Probleme mit der Soundanlage wurden zwar kopfschüttelnd registriert, aber mit Scherzen überspielt: „I think you couldn’t hear as for a Moment. Can you hear us now?“ fragte Bramwell beispielsweise nachdem alle Lautsprecher abgesehen von denen zum Eigengebrauch auf der Bühne knapp 10 Minuten lang ausgefallen waren.
Bereits vorher hatte er das Zelt als seltsamen Ort bezeichnet von dem er dachte, dass er ihm nicht gefallen würde. Zu seiner eigenen Überraschung fände er die Lokation im Nachhinein aber nichtmal schlecht…

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