Foto: Thomas Peter

Der Abreisemorgen begann für viele mit einem kleinen, ungeplanten Extraspaziergang. Viele -wenn nicht alle müllsammelnden Festivalisten- wollten sich ihre 5 Euro Müllpfand an der falschen Stelle abholen – sprich: An der Kasse am Eingang des Bühnengeländes. Dabei hatten sie übers Wochenende wohl die grossen, leeren Container vergessen, die an der Einfahrt des Campingplatzes auf Befüllung warteten. Dort verschlug es früher oder später schliesslich auch jeden der blauen Müllsäcke hin.

Kuz und Co hatten die Samstagnacht zum Tag gemacht und keine Sekunde geschlafen. Statt dessen waren sie im Schlepptau der Killians über den Zeltplatz gezogen. Für einen alten Mann wie mich undenkbar – und so machte ich mich fit und fidel gegen 8 Uhr hinein in die Dusche, streifte zum 5-Minuten-Zeltabbau das übriggebliebene weisse Festivalisten-Shirt über und war zum ersten Shuttlebus um 10 Uhr bereit dem Sonnenrot lebewohl zu sagen. Die Jungspunde dagegen verweilten lieber noch ein wenig und rekapitulierten die Ereignisse der vergangenen Nacht in einem kleinen Campingstuhlgeschlummer.

Wie es der Zufall so wollte schaffte ich es gleich in den ersten Bus und war gegen 11.15 am Münchner Bahnhof angekommen. Was folgte waren fünfeinhalb Stunden Fahrt mit dem Bayernticket nach Hause. Das war erträglicher als es sich anhört, den die Züge waren nicht so voll wie befürchtet und ich erwischte die beiden Anschlusszüge ohne Probleme.

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