Seit der Ankündigung ihres Hiatus unbestimmter Länge im Jahre 2006 hatte es immer mal wieder Gerüchte um eine Reunion des ausserordentlich erfolgreichen Rockquartetts System Of A Down gegeben. Futter erhielten die Gerüchte unter anderem auch durch die wenig erfolgreichen Nebenprojekte der Bandmitglieder. Meist aber zerschlugen sie sich so schnelle wie sie gekommen waren.

Selbst Serj Tankians Albenverkäufe hielten sich im Vergleich zu den Platten von SOAD auf sehr überschaubarem Level. Schlechter lief es aber definitiv für Gitarrist Daron Malakian und Drummer John Dolmayan, die als Scars On Broadway an alte Erfolge anzuküpfen versuchten. Sie scheiterten auf ganzer Linie auch deshalb, weil SOAD-Fans ihnen scharenweise die Gefolgschaft verweigerten. Zuletzt hatten auch Serj Tankian mit seinem sehr orchestralen Album „Imperfect Harmonies“ kaum noch punkten können. Die Fans wollen schlichtweg den System-Sound zurück.

Man ist vorsichtig geworden, doch ein Revival der Band könnte tatsächlich unmittelbar bevorstehen. Erstes Anzeichen: Das offizielle Blog des französischen Radio-Jockeys Francis Zégut kündigt für 6.Juni ein Konzert in Paris, Bercy an. Der Blogger ist kein völlig Unbekannter, hat mit seinen kurzen Statments schon andere Entwicklungen der Musikszene weit im voraus vorweggenommen. Allerdings musste er erst kürzlich zähneknirschend eine Falschinformation einräumen.
Im Falle von System Of A Down ist ein breites Echo dennoch unvermeidbar. Zu gern nimmt man auch den kleinsten Strohhalm zum Anlass über das Comeback der Band zu philosophieren. Diesmal allerdings scheint es wesentlich konkreter. Blabbermouth.net erwartet mehr als diesen Gig in Paris, spricht von ihm als einem von vielen der Band während der nächsten Festivalsaison. Ein offizielles Statement der Mitglieder mit Details über ihre zukünftige Pläne wird schon für nächste Woche erwartet.

Serj Tankian hatte sich schon im August gegenüber Pulse Radio zu den Chancen einer Reunion geäussert. Damals sagte er, man habe sich bei der Hochzeit von Bassist Shavo Odadjian getroffen und als Freunde unterhalten. Prinzipiell aber hätte sich trotz anhaltender Konzert- und Tourangebote nichts am Hiatus geändert. Dennoch rede man ab und zu darüber zurückzukehren und habe noch keine endgültige Entscheidung über die Zukunft gefällt. Wenn man es aber tun würde, würde die Welt es erfahren.

Mit einem Schlag könnte Lieberberg alle Kritiker des 150 Euro Einstiegspreises von Rock am Ring und Rock im Park mundtot machen. Dann nämlich wenn MLK den Traum vieler Fans verwirklichen sollte und System Of A Down als einen der 2 vakanten Headliner vermeldet. Timing von Band und Rock am Ring / im Park, die ihre fehlenden Headliner laut Ringrocker bis zum Ticketverkaufsstart Ende November beisammen haben wollen, würden wunderbar zusammenpassen.