Wir öffnen ab sofort die Schatule und kramen daraus das Liveblog aus der Konserve hervor.

Mit den Münchnern Sickcity und The Mad Trist durften sich bereits die ersten Bands auf den beiden Taubertalbühnen austoben. Unterdessen fand im Pressebereich hinter der Hauptbühne ein Empfang mit dem dänischen Konsul statt.

Anlass ist der diesjährige Fokus auf dänische Bands, auch als SPOT@Taubertal bezeichnet. Mit Dune gestern Abend im Steinbruch, Schwarzwald Library, Lily Electric und der erfolgreichsten dänischen Formation, Nephew, sind stolze 4 Gruppen aus dem Nachbarland zum performen herübergekommen.

Zwar sei es laut Veranstalter Volker Hirsch die eher unpopuläre, aber richtige Entscheidung ausländischen Bands am Taubertal ein Forum zu bieten. Steuerliche Gründe genauso wie die vergleichsweise hohe Zugkraft deutscher Bands würden eigentlich nahelegen, keine aufstrebenden Talente aus dem Ausland ins Lineup zu holen. Der anhaltende Erfolg des Taubertal, das seit Jahren ausverkauft ist, gibt ihm Recht, stellt zumindest letzteres kein Problem dar.

Neben dem dänischen Konsul waren auch Nephew komplett anwesend. Sie erzählten von ihrem speziellen Verhältnis zum Festival.
Es geht zurück aufs Jahr 2001 als die Gruppe sich kurz vor der Auflösung befanden. Der Druck in der Heimat die nächste grosse dänische Band sein zu sollen lies sie rastlos touren und schliesslich den Spass an ihrem Tun -der Musik- verlieren.
Nur weil der Vertrag mit dem Taubertal im August schon unterschrieben war, reisten sie befreit von jeglichem Druck an und entdeckten dabei ihre Muse wieder. Fortan lief es mit der neuen Einstellung zu ihrer Arbeit wie am Schnürchen. Ein neues Album wurde eingespielt und sorgte für den Durchbruch der Band im eigenen Land. Nun -7 Jahre später- kehren sie zum Taubertal zurück und werden heute Abend um 21 Uhr vor den Fantastischen Vier performen.

Die 4 ausgewählten dänischen Bands hatten sich allesamt bei einem jährlich stattfindenden grossen skandinavischen Nachwuchsfestival in Dänemark in das Interesse der Taubertalmacher gespielt. Das wusste der Chef des Danish Rock Council zu berichten. Er ist sehr glücklich über das Taubertalengagement insbesondere auch deswegen, weil diese Ehre auch schon dem Erzfeind Schweden zuteil geworden ist.

Seine Gruppierung arbeitet unter dem Mantel des dänischen Kulturministeriums und hat den Auftrag dänische Musik erfolgreich in die Welt zu tragen.

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