Foto: Thomas Peter

Die Meinungen über Adam Green gehen erfahrungsgemäss weit auseinander. Die einen sehen in ihm den heilbringenden Propheten, die anderen dagegen eher einen dauerhaft betrunkenen musikalischen Stümper. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich -wie es immer so ist- irgendwo dazwischen.

Bei seinem Taubetalgastspiel arbeitet Green wieder an seinem Image. Er verfütterte Bananen ans Publikum und verteilte Kondome, schliesslich wolle er gerade auf Festivals dem ungeschützten Geschlechtsverkehr entgegentreten. Ob der überhaupt erwähnenswert zahlreich stattfindet sei mal dahingestellt…

Man durfte erfahren, dass er sich vom Taubertal nicht viel erwartet habe. Er wollte sich hier nur für lau betrinken und eine Show machen, aber nun hätte er die Schönheit des Areals erkannt und die unerwartet vielen Leute, die ihm lauschen wollten. Das mache das ganze zu viel mehr als einer banalen Show. Zwischen seinen eher komisch wirkenden Tanzeinlagen zeigte er sich um die Gesundheit der Anwesenden besorgt: Er sähe so viele dicke Leute im Publikum. Er wolle sie dazu bringen an ihrem Gewicht zu arbeiten.

Seinen einzigen wahren Hit „Emily“ blieb der Amerikaner übrigens schuldig. Statt dessen spielte er lieber Songs mit so derben Testen wie beispielsweise „No Legs„.

Es bleibt dabei: Der in seiner Heimat völlig unbekannte und erfolglose Adam Green ist Geschmackssache. Nach ungefähr 3/4 der Spielzeit verliess ich die Szenerie und watschelte hinüber zur Sounds of Nature Bühne um den Beginn von Turbostaat nicht zu verpassen.

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