Natürlich geht man auf Festivals um Musik zu hören. Das haben wir auch gemacht.

Die erste Band, die wir uns zu Gemüte führten war Blood Red Shoes. Erstaunlich war, dass bereits um diese Uhrzeit der Wellenbrecher zeitweise geschlossen wurde, und auch allgemein schon sehr viele Festivalisten vor der Race-Stage (Hauptbühne) standen. Die Briten verstanden es das Publikum für sich zu begeistern. Im Allgemein ist das Publikum wieder relativ jung, wie wir nach kurzer Zeit feststellten.

Weiter ging es mit für mich eines der Highlights des heutigen Tages: The Wombats. Ich durfte sie ja schon am Southside begutachten, aber dieses Mal fand ich den Auftritt noch einen Tick besser. Eröffnet haben die Liverpooler ihren Gig gleich mit „Kill The Director“, wo sich auch gleich der ein oder andere Mosphit bildete. Abgeschlossen wurde ihr energiegeladener Auftritt mit „Backfire At The Disco“.

We are Scientists waren als Nächstes dran. Von den Amerikanern hab ich aber nur 3 Lieder angeschaut, da die Sonne mittlerweile so kräftig war, dass ich mich dazu entschloss erstmal zurück zum Camp zu wandern. Aber was ich vernommen hatte, war gut. Sogar sehr gut. Die Festivalisten klatschten kräftig mit und sangen für eine Band mit einem so frühen Slot relativ textsicher mit.

„Girls Who Plays Guitar“ war der Opener von Maximo Park. Und dort entstand zum ersten Mal der gehasste Schiebepogo. Sänger Paul Smith versuchte immer wieder die Masse zu animieren, was ihm weitestgehend auch gelungen ist und versuchte immer wieder, durch Vorlesen von Teilen eines Buches seine Deutschkenntnisse aufzubessern. Mit „Books from Boxes“ verabschiedeten sich die sympathischen Nordengländer und kamen auch nach mehrmaligen Zugaberufen nicht zurück.

Bei Flogging Molly wusste ich ja bereits im Vorfeld über die Reaktionen im Publikum Bescheid und war bestens für eine Stunde Vollpower-Pogotanz gewappnet – im Gegensatz zu den etwas älteren R.E.M.-Fans und den jungen Mädels neben mir. Bei den ersten Klängen verabschiedeten sich diese Besucher alle aus dem Wellenbrecher. Der Auftritt war wieder sehr energiegeladen, aber größtenteils deckend mit dem des Southside. Sogar die Liedansagen waren sehr identisch. Zusammenfassend fand ich den Auftritt ein bisschen schlechter als auf dem Southside.

Ich wechselte nun von der Race-Stage erstmals auf die Green-Stage und besorgte mir bei den letzten Klängen von Ladytron einen Platz unter den ersten zehn Reihen für den nächsten Act: Patrice. Auch ihn konnte ich bereits am Southside das erste Mal live erleben. Aber dieser Auftritt toppte ihn um einiges. Das Publikum war stets voll dabei. Trotz zwischenzeitlichem Regenschauer tat es der sehr guten Stimmung keinen Abbruch. Für mich neben Digitalism der beste Auftritt des Tages.

Zum Abschluss meines ersten Bandtags gab ich mir dann noch Digitalism. Und das Duo heizte dem Salzburgring auch ziemlich heftig ein und durch immer wieder kurzem Anspielen des wahrscheinlich bekanntesten Tune „Pogo“ steigerte sich die Stimmung stetig. Insgesamt wie oben schon erwähnt der für mich beste Auftritt am Donnerstag.

Es folgte danach ein ziemlich heftiger Absacker mit Kartoffel und ChaoZ ins Partyzelt, wo wir dann noch auf einen weiteren Parkrocker trafen: Tiroler 24. Zusammen feierten wir bis zur Schließung und mein Hals macht sich bis dato immer mehr bemerkbar, dass er am Ende ist. Bei der Schließung trafen wir dann noch auf den Mike vom Festivalisten-Netzwerk mit dem wir dann auf unseren Campingplatz zurück gingen. Kartoffel und ich wanderten noch bis ca. 6 Uhr auf dem Camping Nord von einem Pavillon zum anderen und unterhielten uns mit allerlei Leuten. Ja und jetzt bin ich hier im Internetcafe. Total fertig und mit Halsschmerzen. Jetzt gehts dann wieder zurück aufs Gelände und morgen meld ich mich an dieser Stelle wieder zurück.

 

Alle Bilder: Markus Jung.

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