Die letzten Jahres standen alle im Zeichen großer Bandreunions, doch 2011 könnte es zu einer der größten und zugleich unwahrscheinlichsten aller Zeiten kommen. 30 Jahre sind seit ihrem letzten Hit „Super Trooper“ vergangen, da äusserte sich Agneta Faltskog, ehemalige Sängerin der Band ABBA, letzte Woche unverhofft positiv was die Zukunft der Band angeht:

However, I could see us doing something together in the future. It is just a feeling I have that it would be fun to get together, talk a bit about the past and maybe perform together.Agneta Faltskog ABBA

In England als Mutterland der Wetten kann man natürlich auch auf Festivalbestätigungen tippen. Die Quote für einen Reunion Gig beim Glastonbury steht aktuell bei 33/1. Noch vor wenigen Wochen hätte man zehnfach bessere Quoten für seinen Einsatz bekommen. Zudem kamen Gerüchte auf, welche auf einen Auftritt bei der royalen Hochzeit von Prince William und Kate Middelton hinweisen.
Nicht wenigerer wahrscheinlich machen diese Reunion die Aussagen zweier weiterer ABBA-Mitglieder aus dem vergangenen März: Damals zeigten sowohl Benny Andersson als auch Kollege Björn Ulvaeus durchaus Interesse die Band wieder aufleben zu lassen.

Seit ihrer Gründung im Jahre 1973 haben ABBA ca. 400 Million Tonträger verkauft und gelten damit als eine der kommerziell erfolgreichsten Bands in der Musikgeschichte. Selbst nach ihrer Auflösung im Jahre 1982 verkaufen sie noch rund 5 Million Platten jährlich. Das mediale Interesse an einer Reunion wäre wohl weltweit enorm.

Und als wäre dieses Gerücht noch nicht genug, rankt sich ein weiteres um das letzte Glastonbury vor der Olympiapause 2012: Eine der erfolgreichsten Popkünstler der heutigen Zeit, Rihanna, hat von ihrem Mentor Jay-Z viel positives bezüglich des Glastonbury Festivals gehört und will es „rocken“:

I’d love to play Glastonbury. I have heard so many things about what happens there. I love rock music. Rihanna

Beide Acts wären eines Headliners würdig. Wer es nun tatsächlich ins Lineup schafft, weiss derzeit nur Veranstalter Michael Eavis. Der hatte aber schon Anfang Oktober angekündigt alle Topslots besetzt zu wissen. Sind die oben beschriebenen Entwicklungen hinter den Kulissen also nicht längst bekannt gewesen, dürfte es schlecht für das Engagement von ABBA aussehen. Gleiches könnte für die Rollig Stones gelten, deren Hut Ronnie Wood kürzlich in den Ring geworfen hat.

Rihanna allerdings hatte schon im Dezember 2009 ihrer Bewunderung für das Glastonbury Ausdruck verliehen.