Update 13.Januar:
Auf rammstein.de stellt die Band klar, dass sie nicht Apocalyptca, sondern deren ehemaliges Label Gun Records verklagt haben. Rechtsnachfolger von Gun Records ist Sony Music, die letztlich den Vergleich mit Rammstein ausgehandelt haben.
Für mich ist ehrlich gesagt der Beklagte nicht wirklich das was im Zentrum des Artikels stand. Vielmehr ist es imho ein eher untypisches Verhalten wegen solch einer Geschichte Schadenersatzforderungen geltend zu machen. Genauso wie es seltsam ist eigene Fanseiten zu schliessen.

Ein „featuring Rammstein“ aus dem Jahr 2007 wurde Apocalyptica zum Verhängnis und kostet die Finnen jetzt 45.000 Euro. Was war passiert?

Apocalyptica sind bekannterweise eine sängerlose Cellistenband. Ab und an laden sie aber einen  Gastmusiker für die Gesangsparts ein, um wenigstens einige paar Songs eines Albums non-instrumental anbieten zu können. Für „Worlds Collide“ setzte man neben Dave Lombardo und Corey Taylor auch auf Rammsteins Sänger Till Lindemann.

Um die Platte zu promoten klebte man unbedarft nicht nur einen „featuring Rammstein“ Aufkleber aufs Albumcover, sondern plakatierte auch grosszügig diverse Tourstationen und Zeitschriften mit diesem Slogan. Das rief die Rechtsabteilung von Rammstein auf den Plan, die Apocalyptica vor dem Landgericht Berlin auf Schadenersatz wegen unerlaubter Werbung verklagten.

Allem Anschein lief das Verfahren von den Medien unbeachtet und geräuschlos ab, denn der Fall mit dem Aktenzeichen 16 O 570/08 wurde erst jetzt bekannt. Eigentlich ist das Verfahren aber schon seit dem 21.Oktober 2010 abgeschlossen.
Man einigte sich auf einen Vergleich und eine Zahlung von 45.000 Euro als angemessene Lizenzgebühr.