4 mehr oder weniger zielführende Hinweise hatte man gegeben – wirklich etwas damit anfangen konnten wir nicht. Wobei man M.I.A., die letzten Endes bestätigt wurde, schon alleine deshalb auf dem Radar hätte haben müssen, weil sie jüngst erst beim zeitgleich veranstalteten Open’er Festival ins Billing gefunden hatte.

Das Roskilde beschreibt die Musik seines Neuzuganges mit den Worten:  Sie ist schmutzig wie ein Gehweg in der Stadt und hat gleichermassen westliches wie orientalisches Blut durch sein System laufen.

In ihrem bisherigen Musikerleben hat sie es zu 3 Alben und diversen Mixtapes gebracht. Ihr Erfolgsrezept: Die Engländerin transformiert die heutige, internebasierte Welt mit all ihren explosiven Themen in heftigen, genreüberschreitenden Pop. Dem mischt sie Komponenten von Dancehall, Bollywood und Afro-Hip-Hop bei und garniert sie mit Selbstmordgedanken. Dabei bleibt sie stets hip, aber auch kontrovers diskutiert. Das gilt auch wieder für ihr aktuelles Mixtape „Wicki Leekx“. Mit ihm beweist M.I.A. erneut keine Scheu gegenüber brandheissen, politischen Themen zu haben.

Wem die Bestätigung nicht so ganz zusagt, kann sich vielleicht mit folgender Neuerung für 2011 trösten. Das rigorosen Verbot eigene Getränke mit auf das Bühnenareal zu bringen wird gelockert. Ab diesem Sommer dürfen 0,5l eines beliebigen Getränks als Wegzehrung mitgebracht werden. Einzige Voraussetzung: Die Behältnisse müssen in das Ökokonzept des Festivals passen, also mindestens die dänische Deklaration A, B oder C tragen.

Die nächste Bestätigung mit ähnlicher Schlagrichtung soll es laut Roskilde bereits am Mittwoch geben.

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