Unverhofft entpuppte sich Serj Tankian als Abba-Fan und präsentierte den Festivalisten am Area4 eine „Money, Money, Money“rizede Version seine Titels „Money“. Ein wirklich gelungener Mix.
Ansonsten glich der Auftritt in etwa den vorangegangenen, z.B. am Highfield. Bei lediglich einem 40minütigen Album am Markt und einer zu absolvierenden Stunde Auftritt bliebt auch wenig Spielraum für Überraschungen. Eine Ausnahme: Zu dem einen, sich schon länger im Programm befindlichen Track, der nicht auf dem Album „Elect The Dead“ enthalten ist gesellte sich ein zweiter. Das schürt Spekulationen, dass Serj Material für ein weiteres, zweites Soloalbum sammelt.
Wie schon die ganze Tour über betrat Serj Tankian im Kontrast zu seiner Band erneut komplett in weiß gekleidet die Bühne. Sein Zylinder war künstlich ausgefranst, auf gammelig und alt gestyled während die seiner Bandkollegen fabrikneu daherkamen.

Einige Songs klangen im Vergleich zu früheren Konzerten leicht verfremdet, teilweise auch etwas unsauberer und schlampig gespielt. Ob das ein subjektiver Eindruck meinerseits ist, oder auch andere das so empfanden wird die Kommentarsektion zeigen. Vielleicht wollte man ja seitens der Band beim letzten Festivalauftritt auf europäischem Boden etwas besonderes bieten und ein wenig mit den eigenen Songs experimentieren. Dafür spricht z.B. ein dargebotenes endlos langes, bizarres Zwischenspiel mit verzerrten Klängen.

Hübsche Bilder von Serj Tankian in manigfaltiger Zahl findet ihr im Liveblog des Highfield.