Seit letztem Freitag steht „Collapse Into Now“ in den Plattenläden. Normalerweise zieht eine solche Veröffentlichung im Musikbusiness eine Tournee nach sich, doch R.E.M. scheinen diese Gesetzmässigkeit aushebeln zu wollen. Gitarrist Peter Buck erklärt gegenüber NME warum die Band sich dieses mal verweigern will.

Es klingt schon fast etwas fatalistisch wenn er davon spricht, dass er nicht an den alten Leitsatz glaubt, eine Tournee würde automatisch zu besseren Albenverkaufszahlen führen. Dieser Mechanismus wäre in der modernen Musikwelt nachhaltig ausser Kraft gesetzt. Seiner Meinung nach sinkt die Zahl der willigen Albenkäufer seit Jahren ohne eine erkennbare Trendwende. Konzerte spielten deshalb eine weitaus geringere Rolle als früher. Für eine Band, die so etabliert ist wie R.E.M. mag das durchaus stimmen.

Als weiteres Argument führt er ein künstlerisches an: R.E.M. haben die letzten 10 Jahre sehr ausgiebig und intensiv getourt. Für ihn hätte es sich auf den letzten Konzerten so angefühlt, als würde man sich ständig nur noch wiederholen. Den Bandkollegen scheint es ähnlich zu gehen und so wird man sich vorerst mit den Musikvideos zu „Collapse Into Now“ zufrieden geben müssen.