Da sind sie wieder: Die Ärzte. Die Gerüchte erwiesen sich als wahr und anstatt der angekündigten, fiktiven Band Laternen Joe standen wirklich die 3 Berliner auf der Bühne. Dank der neuen Medien konnte man über Foren und Twitter hautnah am Geschehen mit teilhaben und so auch Infos über das unschöne Ende des Abends erhaschen.

Die Ärzte sind bekannt für lange Konzerte von gerne mal 3 Stunden Länge und darauf hofften auch die Fans in Zwickau. Jedoch wurden sie bitter enttäuscht, nachdem die Band nach 90 Minuten die Bühne verlies. Was zuerst wie ein Ärzte-typischer Witz aussah wurde zur traurigen Realität. Der Abbau begann, doch die Fans wollten die Halle nicht verlassen. Buh-Rufe hallten durch den Saal und nach ein paar Minuten kamen Die Ärzte tatsächlich zurück auf die Bühne. Jedoch gab es keine Musik mehr, sondern nur ein müdes Schulterzucken und der Verweis, dass schon so gut wie alles abgebaut sei.

Update:

Die Band zurück auf der Bühne

Das stellte die verbliebene, rund 500 Mann starke Meute in der Halle natürlich nicht zufrieden, sodass sie zum Sitzstreik überging. Die Security wurde immer nervöser und drohten mit Räumung und sogar Polizei. Als das alles nichts half wurden einige Fans gewaltsam aus der Halle entfernt.

Ein trauriges Schauspiel, wenn man bedenkt, wofür Die Ärzte einst standen. Hätte sich die Band das nicht denken können, dass man sich mit solchen Aktionen keine Freunde macht? Man kann nur hoffen, dass sie daraus gelernt haben und eventuell eine offizielle Stellungnahme folgt.

Das nächste Konzert der Tour findet morgen Abend in Fürstenfeldbruck statt. Man darf gespannt sein, was dort passieren wird.


Friedlich ist anders.

42 KOMMENTARE

  1. Was können die Ärzte für ein derart unverschämtes und asoziales Publikum? Es ist eine „Geheimtour“ bzw Tour als Laternen Joe – wie lange diese Band spielt weiß keiner, das ist der Witz des Ganzen. Ebenso waren das anständige 90 Minuten, was für ein Auftaktkonzert, welche meist kürzer sind als die Folgenden, absolut in Ordnung geht.
    Man darf nicht vergessen, dass es sich bei 3h immer noch um Zugaben handelt, nicht um ein reguläres Konzert, auch wenn dies meist aus der Spiellaune heraus und vor allem des Publikums wegen durchgezogen wird.
    Find’s völlig in Ordnung und vor allem ein gutes Statement an die völlig verwöhnten Fans. Für den Preis eine 90 Minuten Rockshow zu bekommen, ist schon anständig genug, da muss man nicht noch Randale machen, weil es nicht das Nonplusultra wurde.

  2. Na gut, dass sich die Fans in den anderen Städten dann gesitteter benommen haben. Das in Zwickau war ja lächerlich.

  3. ich hoffe dass die ganzen blödnasen, die sich beschweren, der band nicht den ganzen spaß genommen haben und ich heute abend dennoch ein top konzert erlebe! ich persönlich freue mich auf 90 minuten und viele patzer und gebe gerne 27€ dafür aus!

    • Also ich konnteja nicht dabei sein aber für knapp 30 euro 90 min Die Ärzte erleben ist eig. nicht schlecht zumal heutzutage fast keine Band weit mehr als 90 – 100 min spielt. Außerdem will ich allen enttäuschten Fans sagen, dass die verkürzte Spielzeit wohl kaum etwas damit zu tun hat, dass sie schon älter sind, sondern eher davon abhing dass es ein Geheimkonzert und keine offizielle Tour war. Wenn es eine Tour gibt, werden die 3 wohl ihre Zeit von 3 stunden einhalten;)

      • Blödsinn, frührere geheimtouren, die auch wirklich noch geheim waren, gingen immer ganz normal ihre 2-3h je na gelaber.
        auch 30 euro is für ne geheimtour argh teuer, schließlich is das n Teaser und normal wissen das auch nur eingefleischte fans. im prinzip war das wie ne normale tour. teilweise ziemlich lächerlich gemacht hamse sich.

      • Sorry. Aber die Tour hatte eindeutig das Konzept, keine „Füller fürs Publikum“ zu spielen: Zu spät, Westerland, Elke u.ä. Es wurden auch keine Balladen gespielt. Das Tempo war deutlich höher als auf normalen Ärzte-Konzerten, die übrigens normalerweise 2,5 Stunden gehen. Alles über 2,5 Stunden ist Tagesform und liegt am vermehrten Labern bzw. mit Glück 1 oder 2 Songs im Zugabenblock, die sie spontan einschieben. In Ulm und Kaiserslautern haben Laternen-Joe jedenfalls knapp über zwei Stunden gespielt und es hat absolut ausgereicht. Und über das Preis-Minuten-Verhältnis braucht sich keiner beschweren. Da kommt (fast) keiner ran…

  4. Liegt der Ticketpreis bei allen Konzerten etwa bei 30€ oder variiert das sehr stark? Greetz, Simon

  5. Ich sehe die sache wie jene, die sagen die fans reagieren völlig übertrieben.
    gerade wenn man ein eingefleischter fan ist, sollte man solche handlungen der ärzte verstehen und respektieren.
    man muss auch in betracht ziehen dass diese drei auch nur menschen sind, die unglaublich gerne ihrer leidenschaft, der musik nachgehen und auch,man möge verzeihen, schon einige jährchen auf dem buckel haben.
    könnte man denn nicht den zusammenhang zwischen einem decknamen und der kürzeren spieldauer des konzertes sehen.
    könnte es denn nicht absicht der drei gewesen sein sich einen decknamen ausgedacht zu haben um nicht gerade mit diesen vorurteilen und zwängen auf die bühne zu müssen, die da wären 3 stunden spielen, tausend witze… .
    meiner meinung nach sollte man sich über ein solches konzert freuen und es im nachhinein nicht verurteilen.
    sind wir, die fans, essgestörte die mit genuss ein schnitzel essen, nur um es während des nächsten toilettengangs wieder hervorzuwürgen.
    es sit einfach nur albern sich darüber aufzuregen.
    ich meine die ärzte sind nun schon so lange musiker, schockieren, verblüffen, verletzen, peinigen, usw. ihre fans.
    wo bleibt hier die flexibilität der jugend…..

  6. Nachtrag: Ich habe auch mit einem Fan gesprochen, der kam aus Berlin .. hat 2 Tage Urlaub genommen .. Hotel gebucht.. saß seit Nachmittag vor der Halle .. kauft ein Shirt für 25€ .. und wir dann mit einer Keule vor den Kopf gehauen!! Danke schön! Und das ganze ohne Vorband .. 21:30uhr.. das is doch keine Zeit!
    Die nächsten Fans sollten froh sein dass ihre Konzerte nun 2h gehen . .dank Zwickau ..! Aber nein . da wird man von denen auch noch angeschimpft! Ich bin traurig . .über die blinden Gefolgsfans und die Band!!

  7. Ich seh es genauso wie der Verfasser!! Als Die Zuspäten haben sie damals 3h gespielt.. ! Die Erwartung nach 4 jahren war riesig ! Das ganze drumherum.. die website, die „neuen“ Songs, der schwierige Ticketverkauf ..! Das hat alles auf mehr hingewiesen .. und dann das! Also ich kann teilweise nicht in Worte fassen wie verarscht ich mich fühle! Und dann kommen sie nochmal raus und sagen nichts konkretes warum das nun so lief! .. schade.. !

  8. Die Ärzte gehen auf die 50 Lenze zu, wer will da ein 3-stündiges Konzert erwarten? Die Sanatorien schließen nun mal um 22:00 Uhr!

    Haben die „Sie kratzt, sie stinkt, sie klebt“ gespielt?

  9. Es muss leider auch gesagt werden, dass die Stücke zum Teil ganz schön hingerotzt wurden. Verspieler, Textaussätzer, ein eher schlechtes Konzert.

    • Geheimkonzerte wurden allgemein immer gespielt, umsozusagen live zu „üben“- Verspieler und Textfehler sind durchaus okay dabei!!!
      Außerdem waren doch alte Lieder dabei die sie bestimmt seit Jahren nicht gespielt haben, und zu guter letzt: Fehler machen ja auch irgendwie den Charme einer richtigen Rockband aus! Will ich alles astrein, geh ich britney spears gucken- die singt playback!

      • Das mit der Erwartungshaltung ist natürlich so ’ne Sache. Aber bei einem „Geheimkonzert“ darf man sich schon auf eine Party freuen. So mit näher dran am Fan. Das wurde ein Bisserl enttäuscht.

        Was die 90 Minuten (Brutto!) angeht: bereits kurz nach 2100h war Schluß. Es folgte eine Pause und eine Zugabe bis um 2135h endgültig alles vorbei war. Wenn es mit dem Gedaddel zwischendurch mal überhaupt eine Stunde war.

        Das achselzuckende Nachspiel half auch nicht wirklich, Ruhe in die Meute zu bringen. So standen viele um 2145h ziemlich frustriert in Zwickau rum. Geile Party! Und wenn dann jetzt FFB oder wer auch immer meint „Scheiß Zwickau“, der hat es offensichtlich auch voll gecheckt.

  10. Es ist doch allgemein bekannt, dass Laternen Joe immer 90 Minuten Konzerte geben ;)

    Immer schwierig, wenn Überraschungsqualität zu Erwartungsqualität wird…

  11. Was auch immer die Ärzte damit bezwecken wollten, das ist der Anfang des Endes. Fans von Die Ärzte sind nunmal immer auf dem schmalen Grad zwischen Fanatismus und Wahnsinn unterwegs. Wenn dann unangekündigt mal weniger als 2 Stunden gespielt wird, kann das schon nach hinten losgehen. Bei dieser Band baut man einfach eine völlig unnatürliche Erwartungshaltung auf, wenn ich mich so an meine Fan Zeit erinner. Da sitzt man 9 Stunden vor der Halle für 3 Stunden Konzert und ärgert sich dann das es nicht so geil war wie erwartet. Ich hab die Ärzte wirklich oft live gesehen, aber in den letzten Jahren gefielen mir die Konzerte nicht mehr. Die Luft scheint raus zu sein. Natürlich hängt das auch mit meiner persönlichen musikalischen Weiterentwicklung zusammen. Aber ich denke schon dass die Ärzte wohl inzwischen ihren Zenit überschritten haben.

    Ich finde übrigens auch das die selbsternannte „Beste Band der Welt“ nicht ganz unschuldig ist an der Erwartungshaltung ihrer Fans.

    • cool, grade gesehen, dass die Setlist echt mal ziemlich gut war. Kaum was von dem neuen Schrott. Ob das bei den Fans auch gut ankam? :D

      • Und genau >>>diese Setlist<<< hat dem Konzert den Charme verliehen ;) Trotz Kürze und Verpatzer (oh mein Gott Punk :D) war es toll.

    • Anfang des Endes? Wegen eines Auftritts?
      Die Aussage find ich ehrlich gesagt, mehr als übertrieben!

      • Mag sein, ist einfach nur ein Eindruck, nicht nur dieser Auftritt, sondern alles was ich von den drei in den letzten paar Jahren mitgekriegt hab. Nur als Beispiele gefällt mir das letzte Album nicht, die letzten Konzerte die ich noch gesehen hab waren scheisse. Farin ist Solo inzwischen besser als mit DÄ, für mich ist es einfach das Gefühl das DÄ nciht mehr lange machen.

      • Das kann ich zB gar nicht bestätigen.
        Ich finde Farin Solo im vergleich zu den ärzten doch eher langweilig (auch von den Konzerten her).

  12. sorry, aber ich find es mittlerwiele unverschämt was einige FANS von veranstaltern und bands fordern.

    die band macht sich gedanken was kann sie für ihre fans tun, wie kann man von den hohen ticketpreisen und den großen hallen wieder näher zum fan kommen. und dann danken die hirnlosen gäste der band das so? find ich echt lachhaft.

    die leute können froh sein das es noch bands und veranstalter gibt die sich gedanken um die nähe der fans machen.

      • Ich schließe mich an. Natürlich erwarten dann die eingefleischten Fans mehr oder mindestens soviel wie gewohnt. Aber hey, für diesen Ticketpreis (sonst mehr), und diese kleine Location (sonst arena), soll man doch froh sein, dass man dabei sein konnte und mitfeiern durfte!
        Ich hätte mich geschämt wäre ich in dieser buh rufenden menge gewesen. Und in der sicht von den herrschaften; was sollen die denn jetzt von ihren treuen fans halten?! da reicht man die hand, und die wollen den ganzen arm.
        #meinemeinung

  13. Ich persönlich finde die Reaktionen der Fans zwar schon zu aggressiv und abwertend gegenüber Band und Veranstalter, jedoch sind die Ärzte durch ihre Haltung gegenüber Konzertpreisen und Spiellängen doch klar im Zugzwang gewesen. Ich find es zwar OK, dass sie vielleicht weniger Songs gespielt haben und weniger Quatsch gemacht haben als bei sonstigen Konzerten, bei denen sie ohne Pseudonym auftreten, allerdings sind 90min dann doch durch die Erwartungshaltung zu wenig. Hätten sie die Länge eines Furt Konzertes gespielt wären sicherlich die allermeisten zufrieden gewesen. Wenn man schon den zeitlichen Rahmen bespielt, wie es gestern getan wurde, hätte man wenigstens mehr Informationen zu diesem zeitlichen Rahmen haben können. Insgesamt unglückliche Situation, ich hoffe, dass die drei berliner Jungs zumindest in den nächsten Konzerttagen darauf eingehen werden und evtl. die Spielzeit bearbeiten.

    Abschließend muss ich äußern, dass ich es eher für seltsam erachte, dass sie nicht von sich aus länger gespielt hätte. Deshalb halte ich persönliche Gründe oder organisatorische Konflikte mit der Konzerthalle durchaus für möglich..So ganz kann ich nicht dran glauben, dass es nur auf den Mist von Die Ärzte gewachsen ist, dass der Gig so aussah.

  14. Sorry, liebe Leute: Ich bin wirklich kein Ärzte Fan, aber wenn man irgendjemanden hier was vorwerfen kann sind das die Fans, die sich offensichtlich peinlich und unangemessen verhalten haben und auch Ihr mit Eurem Artikel, der der Band gegenüber geradezu unverschämt ist!

    Die Ärzte sind eine Band, die normalerweise vor tausenden Fans spielen und hier eine Tour unter einem Pseudonym für schlankes Geld, in kleinen Hallen, spielen. Das ist einzig und allein ein Dienst den treuen Fans gegenüber!

    Ja – die Ärzte sind bekannt dafür gerne mal 3 Stunden zu spielen, aber ist es nicht völlig okay unter den Voraussetzungen mal „nur“ 90 Minuten auf der Bühne zu stehen?

    Muss die Band das wirklich rechtfertigen???

    Ihr schreibt, dass die Fans „natürlich nicht zufrieden“ gestellt worden sind, dass die Band „ein trauriges Schauspiel“ gezeigt hat in anbetracht dessen „wofür Die Ärzte einst standen“…

    Wo ist die Hochschätzung dafür hin, dass eine so große Band immer noch Smallclub-Gigs spielt?

    Vielleicht sollte am besten gar keine größere Band mehr kleine Konzerte für ihre Fans spielen, wenn sie nicht mindestens genauso lange, genauso laut, mit mindestens der gleichen Bühnenshow auftritt.!?

    War es auch eine Unverschämtheit der Band unangekündigt vor Bonaparte zu spielen – und das wahrscheinlich nur 45 Minuten lang? Oder zählt das nicht, weil die Leute dafür gar kein Geld bezahlt haben?

    Wenn ich Musiker wäre und sowohl die Fans so undankbar und respektlos mit einem solchen Konzert umgegangen wären und dann auch noch die Internetmedien einen dafür kritisieren, würde ich mir ehrlichgesagt überlegen, ob ich solche Shows überhaupt noch spielen würde, da es ja ausser Ärger eh nichts bringt…!

    Um das nochmal klar zu stellen: wir reden hier nicht von einer englischen Band, die regulären Eintritt nimmt und dann nach 50 Minuten ohne Zugabe von der Bühne geht (davon habe ich in den letzten Jahren ziemlich viele gesehen), sondern von einer Band, die 90 Minuten gespielt hat!

    • „Oder zählt das nicht, weil die Leute dafür gar kein Geld bezahlt haben?“
      Genau das. Von dem Auftritt wusste niemand und es musste auch niemand quer durchs halbe Land reisen um DÄ zu sehen, wie es bei dieser Tour, aufgrund der wenigen Konzerte ist.

      Die Konzerte sind teurer als die, der letzten Tour, einige Fans haben unfassbar lange Reisen hinter sich, nur für dieses Konzert. Man kennt von DÄ nur 3 Stunden Shows und man weiß auch, dass die Konzerte der letzten Club-/Geheimtouren sogar noch länger als die „normalen“ Konzerte gingen.
      Jetzt stellt man sich einfach dahin und spielt 90 Minuten? Das konnten die sich doch selbst ausmalen, dass sie sich damit keine Freunde machen.

      • Ich verstehe ja grundsätzlich die Enttäuschung dass das Set nicht länger war, aber die Reaktion der Fans war völlig unangemessen, denn diese bekamen auf jeden Fall etwas besonderes geboten.

        Ich weiss, dass auch dieser Vergleich hinkt, aber das ist ein bisschen so, als wenn man als Fan einen Sitzstreik nach dem Konzert macht, weil die Band der Wahl den persönlichen Lieblingssong nicht gespielt hat, den sie aber auf den letzten 12 Touren jedesmal gespielt hat…

        Mir ist bewusst, dass meine Äußerungen vielleicht etwas zu hart sind und dass ich von einem „Blog“ nicht erwarten kann solche Situationen objektiv zu schildern, sondern dass das Medium die persönliche Bewertung zulässt, dennoch finde ich die Vorwürfe der Band gegenüber übertrieben – was schlicht und ergreifend meine persönliche Meinung ist.

      • Die Karten kosten 25€ für das Konzert in Ulm, die Karten für die Jazzfest-Tour 35€. Also nicht teurer. Vielleicht meintest du auch die letzte Geheimtour, da kann ich nichts zu sagen.
        Und für die ganze Laternen-Joe Tour muss niemand durchs ganze Land fahren, die Karten waren nämlich nur regional (PLZ-gebunden) verfügbar.

    • In dem Artikel spricht ein wohl auch ein wenig angeknackster DÄ-Fan, der sein Laternen Joe Konzert noch vor sich hat.
      Und ich denke er hat Recht wenn er sagt, dass man nach 2 Jahren Konzertpause als Hardcore-Fan eben etwas anderes erwartet hatte. Nicht in Bezug auf das dargebotene, sondern auf die Konzertlänge. Mal alle marktüblichen Mechanismen ausgeklammert. Denn DÄ waren immer anders. Sie haben ihre Fans verwöhnt – und das ist nun eben das Ergebnis.

      Vor Ort waren im Vergleich zum C-Halle Gig wirklich Fans, die teilweise lange Anfahrten auf sich genommen haben. Da muss man nur 1 und 1 zusammenzählen und hätte sich als Band denken können was es aus historischen Gründen für ein Anspruchsdenken gibt.
      Das Konzert heute mit dem Gastspiel bei Bonaparte zu vergleichen ist meines Erachtens nicht machbar.

      Nochmal kurz 10 Minuten auf die Bühne und meinetwegen unplugged was gespielt.. die Lage wäre dadurch mit Sicherheit entschärft worden.

      Das gute ist: Die Erwartungshaltung gegenüber den kommenden Laternen Joe Konzerten dürfte nun auf Normalmass zurechtgestutzt worden sein.

      • Ich gebe Euch vollkommen Recht, dass die Band sich hätte denken können, sogar wissen müssen, dass ihre Fans „mehr“ erwarten würden; dennoch sollte man auch als Fan respektieren, dass die Band sich (aus welchen Gründen auch immer) dazu entschlossen hat nur eine „normale“ Konzertlänge zu spielen und man immer noch mehr für sein Geld bekommen hat als bei einem Großteil der Konzerte anderer Bands. Man kann darüber enttäuscht sein, das in Foren, in Mails oder sonstwie kundtun, aber die Reaktion nach diesem Konzert ging meiner Meinung nach zu weit. Und ebenso hätte ich mir von Euch erhofft das in dem Artikel etwas objektiver zu betrachten.

      • @Mellowmaniac: Ich denke dafür dass Steffen Fan ist und grade mit Blick auf das was gerade in den Die Ärzte Foren vorgeht ist der kleine Artikel schon ziemlich objektiv gehalten. Vor allem werden potentielle Missverständnisse auch durch die Kommentare hier oder auf FB ins rechte Licht gerückt.

        Wir sind kein professionelles Magazin und erlauben uns deshalb auch immer ein wenig Wertung in unserer Schreiberei. Wobei jeder für sich spricht und andere in der Redaktion durchaus eine andere Sicht auf die Dinge haben können.
        Ich kann aber nicht besonders viel abwertendes gegenüber der Band in Steffens Worten finden. Das meiste entspricht schlicht Fakten. Meines Erachtens steht er zwischen dem wütenden Fanmob und der Band – mit leichter Tendenz hin zu den Fans.
        Aber das ist genau die Position, die wir auch auf Festivals vertreten.

      • Wie gesagt: ich sehe ein, dass meine Aüßerungen etwas zu weit gehen und gestehe Euch NATÜRLICH auch eine persönliche Meinung zu, die in Euren Artikeln kundgetan werden kann und soll. Meine erste Reaktion war nur Kopfschütteln und auch etwas Verärgerung über die Reaktion der Fans und Steffens, für mich gefühlte, Rechtfertigung dafür.

        Wie ich gerade bei Euch bei Facebook gelesen habe scheint das Thema generell Eure Leserschaft zu polarisieren und über das hinauszugehen, was ein normaler Konzertbesucher (und ehemals langjähriger Veranstalter) nachvollziehen kann… Aber wie schon erwähnt bin ich kein Ärztefan und kann deshalb vielleicht auch nicht nachvollziehen was in Ärztekreisen erwartet und verlangt werden kann und was nicht.

        Also: von meiner Seite aus alles fein und jetzt müssen Band und Fans sehen was sie daraus machen!

      • Gutes Schlusswort und endlich mal eine substantielle Diskussion hier. Danke Mellowmaniac und gerne wieder.
        Vielleicht dann zu einem erfreulicheren Anlass.

    • Hi,
      ich war gestern dabei, bin aus Berlin angereist und habe ein echt tolles und großartiges Konzert erlebt.
      Und ich freu mich darauf, wenn die 3 Jungs im nächsten Jahr zum 30 jährigen was auf die Beine stellen. Ich wurde zu Brei gerockt und hatte einen tollen Abend.
      Klar war man überrascht im ersten Augenblick, dass halb zehn Schluss sei, aber das hatte doch auch was gutes, man war wieder pünktlich in Berlin und konnte regulär um 6 aufstehen und zur Arbeit gehen :-)
      ich kann nur noch sagen, „Uns gehts prima..“

  15. Nun ja … es ist „Laternen Joe“ … wer eben ein 2 Stunden und 45 Minuten andauerndes Konzert sehen möchte, muss warten bis „Die Ärzte“ auf Tour gehen. Ja, hier spricht ein (zwar nicht bedingungsloser, aber immerhin ein) Fan und ich wär vielleicht auch etwas traurig, wenn nach 90Min Schluss wäre. Aber hey – Die Ärzte unter Decknamen gesehen, in nem mittelgroßen Club, für unter 30€ – was möchte man denn noch viel mehr?
    Fettes Brot nahm im Dezember auch 30€ und es war nach ziemlich genau 90Min Schluss [und ja ich war auch verdammt enttäuscht, weil ich doch dachte sie spielen mal n wenig mehr als aufm Fetsival] – nun sind Brote keine Ärzte, aber so mancher Ärztefan scheint doch mehr zu erwarten, als er erwarten sollte…

    • Ich finde die elend langen Konzerte von Die Ärzte eh immer recht anstregend. Das mal nebenei.

      Dass bei „nur 90 Minuten“ so eine Reaktion der Fans kommt, hätte ich aber niemals gedacht. Rumpöbeln, Sitzblockade.. es ist und bleibt ein Konzert oder?
      Als Steffen mich damit konfrontierte war ich ungläubig überrascht. Aber während die handvoll Meneken, die aus dem Saal twitterten vielleicht noch kollektiv Mist hätten schreiben können, ist das kurze Video doch recht eindeutig. Und da werden wohl noch weitere folgen. Es war vor Ort nach Konzertende ziemlich unentspannt. Traurig.

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