Update, 12:12 Uhr:

Außerdem haben sich die Veranstalter FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH und Konzertbüro Schoneberg GmbH in diesem Jahr entschlossen, das Festivalangebot um eine zweite Bühne zu erweitern und weiten das Live-Programm damit deutlich aus.

(aus dem Newsletter)

Damit dürften uns noch 1-2 weitere Bestätigungsrunden sicher sein.
Ausserdem positiv: Der Preis bleibt vorerst auf Frühbucherniveau von 99 Euro. Doch sind wir ehrlich: Ein Erhöhung wäre den Fans aktuell auch schwer zu verkaufen gewesen.

 

Mit Recht wird man fragen: Wie soll man 15 Neuzugänge am Area4 auf einer Bühne unterbringen? Da brauchts doch eine zweite, oder? Finden wir auch, zumal mit keinem Wort die Rede davon ist, dass man sein Booking eingestellt hat. Wie auch: Noch immer scheinen 2 Topslots unbesetzt.
Bald dürfte also Bühne 2 publik werden. Offiziell spricht man aber noch von „weiteren News in Kürze“.

 

 

Doch immer langsam mit den Pferden. zunächst zu den aktuellen Neuzugängen:  The Kooks, The Mighty Mighty Bosstones, Face To Face, Panteon Rococo, Hot Water Music, Ignite, Thees Uhlmann, Blood Red Shoes, Underoath, The Bronx, Veara, Karnivool, Friska Viljor, The Menzingers und Airship sind neu ins Programm aufgenommen worden.

Vorab waren durch eine Annonce in der Intro bereits The Kooks, The Mighty Mighty Bosstones und Hot Water Music als Teilnehmer geoutet. Auch Ignite waren schon seit längerem gehandelt worden.

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Das Festival zu seinen Neubestätigungen:

Die vierköpfige Band Airship stammt aus den Vorstädten Manchesters, der britischen Musikhochburg. Die Band hat sich so lange im Proberaum aufgehalten, bis ihre musikalischen Wurzeln vollends aufgehoben und ein neuer, aufregender, Manchester-unabhängiger Sound entstand. Hier beherrscht Jemand nicht nur fabelhaftes Songwriting, sondern hat Musik für Kopf, Herz, Seele und Beine in mühevoller Kleinarbeit kreiert. Ihre verwegenen, großen Refrains, die aufsteigenden Riffs und die bewegende Melancholie begeistern. Wir freuen und sehr auf Airship live und Open Air.

Die beiden Briten Laura-Mary Carter und Steven Ansell sind, was die Verbindung von Rock und Punk mit Popappeal angeht, unschlagbar.
Mit ergreifenden und einfachen Songstrukturen sind Blood Red Shoes unglaublich überzeugend und schaffen eine Intensität, die sowohl bei Wohnzimmerkonzerten als auch als Support von Rage Against The Machine das Publikum überwältigt. In Sachen Drive, Dynamik und Aggressivität kommt kaum einer gegen sie an, diese Leidenschaft steckt an.

Klassischer Punk-Rock aus Victorville, Kalifornien (USA) – das charakterisiert Face To Face am Besten. Die schon seit 1991 bestehende Band löste sich zwar zunächst Ende 2003 auf, kündigten 2008 jedoch ihre Reunion an und begeisterten in der Folgezeit ihr Publikum, als wären sie nie getrennt gewesen. Auf der Bühne schaffen es Trever Keith, Scott Shiflett und Pete Parada immer wieder ihr Publikum mitzureißen und zum Pogo-Tanzen zu animieren. Fans des gekonnten, geraden und unverschnörkelten Punk-Rock dürfen sich Face to Face nicht entgehen lassen. Wir freuen uns schon jetzt, dass sie in diesem Jahr auch das Area 4 Festival mit einem ihrer wenigen Live-Auftritte 2011 bereichern werden.

Gefühlstaumel und Melancholie waren schon immer die Basis großer Songs. Daniel Johansson und Joakim Sveningsson haben 2005 mit gebrochenen Herzen die Band Friska Viljor gegründet. Den Liebeskummer haben sie bekämpft, das Debütalbum “Bravo!“ im Folgejahr veröffentlicht und in ihrer Heimat Schweden die erste Single „Gold“ auf Platz 11 der Charts platziert. Ihr Musikstil ist so eigen wie kaum ein anderer. „Kindermusik mit erwachsenen Texten“ so bezeichnen sie das Nachfolgealbum “Tour De Hearts“ welches 2008 auf den Markt kam. Ihre Mischung aus Elektro und Folk erzeugen sie dann auch gern mal mit zerbrochenen Gitarren, Glockenspiel und Falsettchören. Mittlerweile haben sie schon ihr viertes Album „The Beginning of the Beginning“ veröffentlicht und werden im August auf dem AREA 4 Festival für eine gute Portion schwedischen Indie-Rock sorgen, der für Liebeskummer keinen Platz lässt. Erprobt haben die Beiden das Ganze ja schon…

Sommer, Sonne, Hot Water Music. Passend zur Festivalsaison bringen die Jungs aus Gainesville, Florida, wieder eine geballte Ladung an Post-Hardcore aus ihrer Heimat mit.
Aufwendige Akkordfolgen und komplexe Melodiestrukturen verbinden sich mit rauen und heiseren Vocals, was gerade den besonderen Klang der Musik auszeichnet. Die Band wurde 1994 von Chuck Ragan (Gitarre, Gesang), Chris Wollard (Gitarre, Gesang), Jason Black (E-Bass) und George Rebelo (Schlagzeug) gegründet. Hot Water Music ist seitdem aus der Welt des Punk und Postpunk nicht mehr wegzudenken. Bis jetzt haben sie ihre Songs auf 10 LP’s verewigt, die Live-Alben mit gezählt. Trotz einer langen Trennung und mehrerer kreativer Schaffenspausen mit Soloausflügen von Chuck Ragan, hat sich an der energiegeladenen Spielweise der vier nichts verändert, denn gerade für emotionsgeladene Liveshows ist die Band bekannt.

OC – Orange County, Kalifornien – steht ja normalerweise für Strand, reiche Leute und vor allem die Fernsehserie. Aber OC hat noch mehr zu bieten: Hardcore Punk. Ignite gehören definitiv zu den herausragendsten und wichtigsten Bands dieser Szene. Ist die Stimme des Sängers anfangs noch sehr ungewöhnlich, kann man sich spätestens nach dem zweiten Song nicht vorstellen, dass irgendetwas anders klingen sollte. Die fünf haben das nötige Gespür für Eingängigkeit, die sich nach wenigen Sekunden im Gehirn festmacht und zum Mitgrölen und Moshen einlädt.

Wie ein Tsunami kommen Karnivool auf den Festivalsommer zu. Ein fantastischer und einzigartiger Sound – ein virtuoser Rock zwischen Bombast und Experiment ohne sich dabei in ein Schema pressen zu lassen. Akzentuiert und einprägsam, gefühlvoll und präzise, jeder Song ist eine echte Punktlandung, die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf geht.
Karnivool fesseln erst und schaffen es im nächsten Augenblick schon wieder ihr Publikum in andere Sphären zu verführen. Diese Band hat eine einzigartige Präsenz auf der Bühne und ist eine Garantie für ein Konzerterlebnis der etwas anderen Art.

Seit ihren ausgedehnten Touren durch Europa in den letzten zehn Jahren, sind die in bis zu 12-köpfiger Besetzung auftretenden Rebellen aus Mexiko auch hierzulande ein fester Begriff, wenn es um Latin-Ska, Mestizo und Latino-Rock mit politischer Attitüde geht. Die dabei in Deutschland erworbenen Sprachkenntnisse lassen sie denn auch gerne in ihre Liedzeilen mit einfließen, ob in Form von Tanzaufforderungen oder politischen Parolen oder einem Cover von „Das Herz von St. Pauli“. Die musikalische Bandbreite Panteón Rococós reicht von ausgefeilten Cumbia-Stücken über Punkrock bis zu astreinem Ska. Und damit bringen sie zuverlässig feierwütige Menschenmassen zum Kochen. Ihr aktuelles Album „Ejército De Paz“ (2010) knüpft erfolgreich dort an, wo seine Vorgänger aufgehört haben. Wie gewohnt servieren Panteón Rococó ein scharfes Mestizo-Gericht aus Latin, Ska und Punk.

Die Bronx ist legendär für New York. Härte und Brutalität sind hier an der Tagesordnung. Mit bestem Hardcore Punk macht die kalifornische Band The Bronx diesem Ruf alle Ehre. Schmetternder Punkrock/Core sowie deutliche musikalische Einflüsse aus den 80er Jahren der kalifornischen Punkrockszene sind bezeichnend für diese Band. 2002 gründete sich The Bronx und seitdem veröffentlichten sie drei Alben – alle mit dem Titel „The Bronx“. Unterwegs mit The Distillers und Danko Jones erreichen sie mittlerweile in vielen Teilen Europas, Australiens und den USA Kultstatus. Die ironische und energiegeladene Show der Jungs macht jedes Konzert zum Erlebnis und versprüht eben doch ein gewisses „Bronx-Flair“.

Folgende großartige Nachricht gibt es zu vermelden: Wir können uns auf neue Musik von Thees Uhlmann – besser bekannt als Sänger der Hamburger Band Tomte – freuen!
2011 veröffentlicht Thees ein Soloalbum. Ja, richtig gehört, ein Solo-Album, kein Tomte-Album. Für alle, die nun verschreckt die Hände vor die offenen Münder geschlagen haben: keine Sorge, laut Thees hängt der Band-Segen nicht schief, nur wurde es mal Zeit für einen Silberling mit seinem Namen drauf. Wichtig zu erwähnen wäre da noch, dass es sich klar und hörbar nicht um TOMTE-Musik handelt. Wall of Sound, Big Band, Blues Harps, Springsteen-Klaviere, Chöre, Riffs, Soul, Staub und Schweiss!“ (O-Ton Thees Uhlmann). Man darf gespannt sein!

Eins steht fest: „The Kooks“ sind mehr als phänomenal. Die vierköpfige Indie-Band aus Brighton verkaufte von ihrem Debüt-Album „Inside In/Inside Out“ sensationelle zwei Millionen Stück, erlangte Doppel-Platin und landete auf Platz 2 der UK-Charts. Erschreckend, mit welcher Leichtigkeit das alles geschieht, denn auch ihr zweites Album „Konk“ knüpfte an den Erfolg an. Platz 1 in den UK-Charts und eine Top-Ten-Platzierung in Deutschland spiegeln wider, dass die Kooks ein zwar junges aber souveränes Gespür für eingängige Pop-Rock-Melodien haben. Nun arbeitet das Quartett an ihrem dritten Album, das voraussichtlich im Oktober erscheinen wird. Klar ist: Man kann schon jetzt gespannt darauf sein.

Pennsylvania, der kleine Staat im Osten der USA, hat mehr zu bieten als nur den Murmeltiertag. The Menzingers, die sich 2005 gründeten haben jetzt schon den Titel als Senkrechtstarter. Sie schaffen eben eine erfrischende Mischung aus Punkrock und Folktönen. Eigenständigen und ein wenig experimentellen Punkrock, dazu energiegeladene Melodien. Die Jungs schaffen es, aus den üblichen Schablonen auszubrechen und verlieren dennoch nicht den Grundtenor des Punkrocks. Mit ihrem ersten Album „A Lesson In The Abuse Of Information Technology“ liefern sie den besten Beweis für ihr Können. The Menzingers bieten eine gelungene musikalische Mischung zwischen Authentizität und Sympathie, mit der nötigen Portion Punkrock, denn gute Laune und Sommerfeeling verbreiten sie allemal.

Ende der 80er, als sich niemand mehr für Ska interessierte, gründeten sich die Mighty Mighty Bosstones in Boston und erfanden den Skacore – eine Mischung aus Ska und Hardcore. Ihr immer weiter ansteigender Kultstatus führte die Musiker bis nach Hollywood. In der 1995er College-Komödie „Clueless“ performte die Band „Where’d You Go?“ und „Someday I Suppose“. Die Mighty Mighty Bosstones zählen heute mit zu den wichtigsten Ikonen dieses Genres und besitzen zweifelsohne eine Vorbildfunktion für Bands wie Mad Caddies und Less Than Jake, auch was die Party auf und vor der Bühne betrifft. Für eben diese werden sie nun nach einigen Jahren Abstinenz auf deutschen Bühnen beim AREA 4 mit Sicherheit sorgen.

Dass es diese Kapelle Underoath überhaupt noch gibt, ist schon ein Wunder, und wer die unendlich vielen Besetzungs- und Instrumentenwechsel in den vergangenen zwölf Jahren ohne Spickzettel aufzählen kann, darf sich schon einmal bei „Wetten dass“ anmelden. Die Anzahl der verbliebenen Gründungsmitglieder liegt inzwischen bei null. Das tut dem Krach, den Underoath durch die Speaker blasen, aber keinen Abbruch, im Gegenteil: Die letzte Platte der sechs Jungs aus Tampa, Florida, gehört zum Besten, was die Band überhaupt veröffentlicht hat. Auch musikalisch hat sich in der Laufbahn immer wieder einiges verändert, vom Metal der Anfangstage über frickeligen Metalcore geht es auf „Ø (Disambiguation)“ ziemlich Post-Hardcore-mäßig zu. Heftig deftig, genau so und nicht anders. Immer noch mit christlichen Anklängen und Texten. Die Musik geht klar und gerade auf die Zwölf.

Veara aus Augusta, Georgia, macht großartigen Pop-Punk, der einen an die schönen alten Zeiten von American Pie zurückdenken lässt. Mit eingängigen Melodien, mehrstimmigem Gesang und eben allem, was Pop-Punk so ausmacht. Nach ausgiebigem Touren unterschrieben Veara Anfang 2010 endlich den langersehnten Plattenvertrag. Nachdem sie Sum 41 letzten Herbst auf Tour begleitet haben, konnten sie sich auch hier ihre eigene Fangemeinde aufbauen. Pop-Punk zum Mitgrölen!

 

3 KOMMENTARE

  1. seh ich ähnlich klingt für mich auch nach „Masse statt Klasse“

    @Thomas: Ich weiss nicht wie ich dich erreichen soll, hab dir bei Facebook was geschrieben, hast du das gelesen?.

  2. Sehe das ganze ähnlich wie Tullux ,… Masse statt Klasse.
    Okey,… das Area 4 hat sich ein wenig vom highfield distanziert (abgesehn von Kooks, Bosstones und Hot Water Music), aber eine 2. Bühne aufzustellen und dafür das Line-Up leiden lassen ?!
    Bei den Foos hies es des Gelände biete nicht die Möglichkeiten einer Weltklasse-Band wie den Foo-Fighters „gerecht zuwerden“ (hab den Wortlaut nicht mehr im Kopf), aber ne zweite Bühne geht klar. HÄ?

    Wenn das Line-Up nicht lockt,… womit dann die zweite Bühne füllen ?
    (Publikumstechnisch)
    Also 1-2 Topacts‘ müssen da noch kommen,…

  3. letztendlich macht es für mich den eindruck, als würde mit gewalt und den üblichen fkp bands ein lineup geschnürt,
    welches nun also durch masse überzeugen soll.

    die jetztigen rettungsversuche mit zweiter bühne und bands
    der zweiten oder eher dritten klasse können auch nicht wirklich überzeugen.

    ich bleibe dabei,
    die entscheidung die foo fighters in der kölner arena
    spielen zu lassen und so doppelt am fan abzukassieren,
    ist der todesstoß fürs area4.

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