Carl Barat in Aktion; Quelle: de.wikipedia.org

Eines steht schon einmal fest: Carl Barat weiß unweigerlich, wie man sich im Gespräch hält. Seit der The Libertines Trennung im Jahr 2004 gab es ein ewiges Hin und Her bezüglich möglicher Reunionsbestrebungen – gekrönt von zwei exklusiven Auftritten bei Reading/Leeds 2010, die man sich mit rund 1,7 Millionen Euro  teuer bezahlen hat lassen. Es sei vermerkt: Noch im Oktober 2009 hatte Barat eine Reunion für das Folgejahr gänzlich ausgeschlossen.

Amüsant wird es allerdings erst, wenn man direkte Zitate unmittelbar miteinander vergleicht. Zum Zeitpunkt der Auftritte bei Reading und Leeds feierte die Band in Interviews bereits die sich abzeichnende dauerhafte Reunion. Barat im August 2010 im Bezug auf sein Verhältnis zu Pete Doherty: “It’s like gentle fires are warming the corridors of our hearts that have been cold since the splitting up.” Die Chemie würde stimmen. Damals hatte man eine endgültige Entscheidung im Bezug auf die Bandzukunft in Aussicht gestellt. Seitdem hörte man, abgesehen von zwischenzeitlichen Spekulationen über ein mögliches Engagement auf dem Glastonbury Festival 2011, wenig im Bezug auf The Libertines.

Im Interview mit NME zeigt sich Barat nun wieder höchst pessimistisch. Er sehe „keine Zukunft“ für die Band. Das Verhältnis zu Pete Doherty sei zu beschädigt.

„I don’t believe we’re healed from the hurt. If our hearts heal up then we can break them all over again. But right now… it’s hard.“Carl Barat NME

Ziemlich konträr zu dem, was man noch im August von Herren Doherty und Barat gehört hatte. Dennoch gilt: Spätestens zum Festivalsommer 2012 dürfte es neue Gerüchte eben. Und vermutlich auch neue herrlich nichtssagende Aussagen aus dem Hause Barat. Das letzte Wort ist hier wohl noch nicht gesprochen.