Etwas verwirrend was sich heute auf rock-am-ring.com abspielte. Am Nachmittag wurde -bewusst oder nicht- der Sektion „Rund ums Festival“ neues Leben eingehaucht. Mittlerweile ist aber ein Grossteil der Informationen wieder verschwunden. Vermutlich will man die Anreisemodalitäten noch einmal überdenken.

In den letzten beiden Jahren gab es einen strikten Kurs was Frühanreisende betraf. Sie wurden nicht toleriert und auf Parkplätze umgeleitet auf denen der Zeltaufbau offiziell nicht gestattet war. Das wurde auch im Vorfeld nachdrücklich kommuniziert. Ziel der Übung: Die Besucher zu einer späteren Anreise bewegen. Im Optimalfall sollten -wie beim kleinen Geschwisterchen Rock im Park auch- die Leute erst donnerstags am Nürburgring aufschlagen. In der Praxis lies sich das nicht umsetzen. Irgendwann Mittwoch nachmittags mussten die Securities kapitulieren und die Campingplätze für die Massen öffnen.

In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Festivalfans schon am Tag vor der offiziellen Öffnung der Park- und Campingplätze angereist. Dadurch entstand ein erheblicher Druck, die Flächen vorzeitig zu öffnen. Aufgrund behördlicher und polizeilicher Anordnung werden deshalb in diesem Jahr die ausgewählten Park- und Zeltbereiche B5 sowie D1 – D8 bereits ab Dienstag, 31.05.2011, 12:00 mittags geöffnet. Allerdings ist wegen der hierfür fälligen Abgaben an die Gemeinden und der frühen Inbetriebnahme der Service-Einrichtungen auf diesen Flächen vor Ort eine Zusatzgebühr von EUR 25,- pro Fahrzeug zu entrichten! Reservierungen für später eintreffende Fahrzeuge sind grundsätzlich nicht möglich.rock-am-ring.comheute nachmittag

Für diesen Sommer scheint man sich etwas vom Wacken abgeschaut zu haben. Breits dienstags, 12 Uhr mittags, will man Die Campingbereiche D1-D8 im Nordwesten und B5 in Südosten öffnen. So stand es zumindest heute Nachmittag auf rock-am-ring.com zu lesen. Um das Ganze etwas weniger attraktiv zu machen, sollten vor Ort 25 Euro pro Fahrzeug kassiert werden. Bei dieser Aktion würde es mutmasslich nicht um den Reibach gehen, da ja effektiv Zusatzkosten für den Veranstalter entstehen (Stichwort: Personalaufwand). Vielmehr könnte man damit versuchen, die Besucherströme bei der Anreise über einen grösseren Zeitraum zu verteilen und so die Staus und Wartezeiten zu reduzieren.

Schaut man sich die Reaktionen im ringrocker an, würden sich allerdings die meisten nicht von den Zusatzkosten abschrecken lassen, die 2 Extracampingtage mitnehmen – und folglich dienstags auf der Matte stehen. Nimmt man nun an, dass sich diese Information in windeseile weiter verbreitet hätte und die Offline-Gemeinde ähnlich darüber denkt wie das offizielle Forum, könnte die Kapazität der zur Frühöffnung eingeplanten Campingareale schnell an seine Grenzen stossen. Auch die besucherstromleitende Funktion dieser Massnahme ginge dadurch flöten. Die Strassen wären genauso verstopft wie immer, das Chaos am Dienstag vorprogrammiert.
Aus unserer Sicht ist es also fraglich, ob die offensichtlich angepeilte Strategieänderung bestehende Probleme bei der Anreise tatsächlich nachhaltig beheben kann.

 

4 KOMMENTARE

  1. Find ich auch ne gute sache finds allerdings ein bisschen übertrieben 25 Euronen für einene Tag mehr auszugeben. Übrigens wurde, als A7 noch existierte, A7 Montags morgens schon aufgemacht.

    • Dafür gibt es da wo A7 war jetzt ein super Restaurant/Gasthaus und sehr schöne Baustellen zu bewundern. Ein toller Tausch ;-D

  2. Interessante Sache. Finde ich gut. Allerdings wurden die letzten Jahre die Plätze immer Mittwochs um 10-12 Uhr geöffnet. Deshalb ist es „nur“ ein Tag mehr den man hätten. Ich werde wie immer am Mittwoch Mittag antanzen :)

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