Foto: Thomas Peter

Grosse Opfer forderte der gestrige Freitag. Frisch dem Winter entkommen, hielten sich die meisten der offiziell 55.200 Zuschauer zum ersten mal länger in sengender Sonne auf und mussten -wie mein Wingman Timm- die Nacht mit einem üblen Sonnenbrand verbringen.
Heute morgen nach der Dusche stieg das Quecksilber auch schnell wieder jenseits die 20 Grad. In schwüler Hitze hätte Opener Ozark Henry seine anfänglich 30 Fans noch per Handschlag begrüssen können. Doch die Stages sollten sich in den nächsten Stunden kontinuierlich füllen.

Gegen 15:20 Uhr wurde Nürnberg von einem kurzen Schauer heimgesucht. Die 5 Minuten sind aber kaum der Rede wert, sorgten aber zumindest kurzfristig für Erfrischung. Denn die Sonne brannte schon kurz danach genauso gnadenlos vom Himmel, wie schon am Freitag. Und langsam beginnt sie die Kondition anzugreifen – sicher nicht nur meine. Die Hitze sollte sich bis Sonnenuntergang fortsetzen.

Höhepunkt für mich war ganz klar System Of A Down. Im Vorfeld konnte man noch zweifeln. Es hätte auch eine grandiose Reunionspleite geben können – tat es aber nicht. Von Anfang an legte die Band ein irres Tempo an den Tag. Spielte Hit um Hit ohne viel Palaver. Publikumsinteraktion beschränkte sich weitgehend auf einige Mitsingpassagen. Und das war auch gut so. Auch ohne Zugabe für mich einer der besten Headliner der Neuzeit im Park. Zu Recht war die Center Stage auch rappelvoll – das hatte man am Vortag anders gesehen.

Auch die Beatsteaks waren klasse aufgelegt. Und das war -meiner Meinung nach- ja beileibe nicht allzu oft so bei ihren letzten Festivalgastspielen. In die Riege der sehenswerten Auftritte man auch Alter Bridge aufnehmen. Myles Kennedy hatte sichtlich Spass an seinem Auftritt. Das spricht auch aus jedem unserer Bilder.

Wenn ich mir für morgen etwas wünschen könnte, wäre es ein etwas milderes Klima.