Das Mach 1 Festival im Rheinland-Pfälzischen Montabaur hat es in diesem Jahr schwer getroffen.

Kurz vor Beginn der Aufbauarbeiten erreichte den Veranstalter spack! medien ein Schreiben einer Rechtsanwaltskanzlei. Der Vorwurf: Markenrechtsverletzung. Die Konsequenz: quasi auf den letzten Drücker mussten Internetseite und Facebook-Präsenz aus dem Netz verschwinden und alle Werbematerialien geschwärzt  werden.

Der Schaden, den das Festival durch diese Aktion nahm und weiterhin nimmt ist enorm. Die Änderung des Werbematerials vom Banner bis zum T-Shirt verschlingt Unsummen und stellt somit einen großen finanziellen Schaden dar. Der Imageschaden dürfte allerdings noch um einiges größer sein. Denn kein Festival dieser Größenordnung kann sich leisten, kurz vor dem Stattfinden ohne Internetpräsenz dazustehen. Auch wenn aktuell nach „mach1 festival“ gesucht wird, landet der Besucher auf einer „Domain zu verkaufen“-Seite. Im kommenden Jahr dürfte das umbenannte Festival von Vielen als unbeschriebenes Blatt angesehen werden.

Das Festival zählt mit in diesem Jahr ca 15.000 Besuchern mittlerweile zu einem der größeren. Das LineUp bot mit den Headlinern Heaven Shall Burn und Black Label Society, sowie renommierten Namen wie Sepultura und Soilwork, ordentlich was auf die Ohren.

Damit es im nächsten Jahr störungsfrei weiter gehen kann, hat spack! media nun einen Wettbewerb ins Leben gerufen. Hierbei kann jeder einen Namensvorschlag einreichen, der mit Flugplatz, Geschwindigkeit und/oder Härte zu tun hat. Als Anreiz gibt es dabei insgesamt 25 Tickets für 2012 zu gewinnen. Dem Gewinner winken zusätzlich Backstage-Tickets für sich und eine Begleitperson.

 

10 KOMMENTARE

  1. Das ist schon ne ganze miese Aktion von den Leuten aus Nürnberg. Schließlich hat man genug Zeit, das im Vorfeld zu klären… aber kurz vor Beginn des Festivals die Anwälte loszuschicken ist einfach nur traurig.
    Anstelle der Festivalbetreiber würde ich überlegen, rechtliche Schritte einzuleiten, da hier wo wirklich versuche wurde, einem Unternehmen erheblichen Schaden zu zufügen.

  2. Ich finde das überhaupt nicht schäbig!

    Ich frage mich vielmehr, wie man so doof sein konnte, das Festival überhaupt so benennen zu können und nicht die Verwechslungsgefahr innerhalb der verwandten Brache erkannte.
    In der Sache geht es auch gar nicht darum, ob das Festival Leute aus Nürnberg vielleicht nach Montabaur lockt etc. und direkt Umsatz „klaut“.
    Sondern beispielsweise darum, dass es bei dem Festival zu Problemen kommen könnte, die dann (fälschlich) dem Mach1 in Nbg. zugerechnet werden (muss ja nicht gleich ein Unfall sein … reicht ja schon eine Organisationspanne, die dann auf den Club zurückfällt.)

    • Ich find´s mies. Es gibt so viele Namen 2 mal in irgendwelchen Branchen, ein Club in Nürnberg ist für mich was völlig anderes als ein Metalfestival im Westerwald. Und selbst wenn kann man das anders regeln, als kurz vorm Event alles lahm zu legen, die Schwärzung sämtlichen Materials usw. zu fordern. Hätte nur noch gefehlt, dass man gefordert hätte, die vorgedruckten Shirts noch zu verbrennen-.-

      • Es ist ja nicht „irgendein“ Club, an dessen Namen man sich zufällig vergriffen hat, sondern seit immerhin (…mal schnell in der eigenen Biographie nachrechnen…) mindestens 25 Jahren eine Institution.

        Und dann haben die Leute halt das Problem, dass einige derjenigen, die dereinst vor dem Mach1 auf Einlass warteten, inzwischen Fachanwälte für geistiges Eigentum geworden sind.

        Und Ihr seid irgendwie goldig: das Schwärzen des Materials ist wirklich noch das kleinste Problem, das auf die Leute zukommen wird. Einen Namen unrechtmässigerweise in einer Internet-Werbung (Verbreitungsgebiet: international) zu führen kann im Ernstfall *richtig richtig* teuer werden. (Wird’s hier aber m.E. nicht, weil keine echte Täuschungsabsicht vorliegt)

      • „das Schwärzen des Materials ist wirklich noch das kleinste Problem, das auf die Leute zukommen wird.“

        Schön, dass man so überhaupt nicht aufs Geld aus ist…

  3. Traurige Aktion des Clubs in Nürnberg, die ein mittleidiges, verständnisloses Kopfschütteln hervorruft…
    Sehr zufällig, dass erst nach 5 Jahren und dem vermuteten Durchbruch des Festivals in diesem Jahr,diese Markenrechtsverletzung auffällt…

    Support Mach1-FESTIVAL! \m/

    • Na die Betreiber des Mach1 werden auch nicht jeden Tag die Weltgeschichte durchstöbern und nach möglichen IP-Verstössen geiern. Also wurde es erst auffällig, als das Festival eine gewisse Grösse erreichte und die Verbreitung des Namens beim Publikum spürbar wurde.

      • Um dann kurz vor dem Start des Festivals urplötzlich alles lahm zu legen?! Riecht irgendwie nach Kalkül…

  4. Wie ich solche Techno-Clubs hasse-.- Was soll das bringen? Als ob das Mach1 denen Besucher geklaut hätte oder sonst was:D Richtig schäbig

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