Wie die heutige Ausgabe der Badischen Zeitung berichtet, steht das Freiburger Sea Of Love Festival vor dem Aus. Nach den Geschehnissen am vergangenen Wochenende kündigten die zuständigen Behörden Konsequenzen an.

Die Veranstalter äußerten sich in einem Pressestatement zu den Anschuldigungen. Viele Vorwürfe wurden eingeräumt, jedoch wurde auch nicht jede Anschuldigung hingenommen. So wurde beispielsweise von Seiten  der Polizei von circa 10.000 Festivalbesuchern berichtet, die vergeblich versuchten in die Rothhaus-Arena in der Freiburger Messe zu gelangen, im Statement wird hingegen angegeben, dass es sich um etwa 2.000 Besucher handelte.

Desweiteren entschuldigen sich die Veranstalter für die chaotischen Verhältnisse bei der Anreise. Das Einlassystem wäre zu kompliziert für die Masse an Besuchern gewesen. „Da gibt es nichts zu entschuldigen, das von uns entwickelte Konzept hat nicht gegriffen.“

Was passierte?

Das Sea of Love feierte am vergangenen Wochenende sein 10 jähriges Jubiläum. Erstmals wurde es über drei Tage hinweg abgehalten. Zum LineUp zählten unter anderem David Guetta, Moby und Underworld.

Am Freitag kam es bei der Nachtveranstaltung des Sea Of Love Festivals zu Tumulten, als vielen Besuchern der Einlass in die Rothhaus-Arena, dem Ort der nächtlichen Veranstaltung, wegen Überfüllung verwehrt wurde. Die Halle hat ein Fassungsvermögen von 6000 Zuschauern und die Veranstalter rechneten mit nur 20% der Festivalbesucher. Für den garantierten Zutritt zur Halle war vorab ein Zusatzticket verkauft worden – das sei aber vielen Besuchern so nicht bewusst gewesen, kommentiert die Polizei.

Ein weiteres Problem war der gnadenlos überfüllte Campingplatz. Konzipiert war dieser für 7000 Besucher, noch ist unklar, ob sich der Veranstalter einfach verkalkulierte oder zu viele Campingtickets verkauft wurden. Jedenfalls wurden Parkplätze und Straßen rund um die Freiburger Messe zu Campingplätzen umfunktioniert, dies sorgte ebenfalls für Chaos.

Die Auswirkungen

Welche Konsequenzen genau folgen werden ist noch nicht bekannt, jedoch kann man sich sicher sein, dass es das Festival in seiner bisher bekannten Form nicht mehr geben wird. Die Behörden sind darüber erbost, dass vorgegebene Auflagen missachtet wurden. Der Veranstalter Mehr Seen GmbH dementiert ebendas – das genehmigte Konzept sei „1 zu 1“ umgesetzt worden.

Das Statement schließen die Veranstalter mit dem Wunsch, „dass man nach der detaillierten Analyse und Aufarbeitung gemeinsam im Gespräch mit den Behörden und der Stadt Freiburg darüber diskutiert, wie und ob man, in welcher Form auch immer, ein erneutes friedvolles Festival in Freiburg realisieren kann.“