Im Steinbruch auf halbem Weg vom Tal zum Campingplatz Berg stimmt man sich am Tag 0 traditionell auf das Taubertal Festival ein. Das war auch in diesem Jahr nicht anders. Bei mildem Klima konnte man sich bei Monsters Of Liedermaching, Normahl und Eläkeläiset schon mal in das kommende, doch recht punkige Programm im Tal einhören.

Die Anreise gestaltete sich wieder sehr entspannt und dürfte maximal die orstansässigen Taxifahrer in Rothenburg genervt haben. Bis auf den Zubringer ab Steinach merkte man nämlich eigentlich wenig davon, dass in der Region ein Festival mit 10500 Tagesbesuchern veranstaltet werden sollte. Schlechte Zeiten sind ab diesem Jahr für die Taxiunternehmer am Bahnhof angebrochen, denn wie vielfach gewünscht verkehren nun auch schon donnerstags Busshuttles zum Festival.
Täglich wechselten in den Tagen vor dem Taubertal die Wetterprognosen. Vor Ort sollte sich der Campingplatz Tal in leicht angenässtem Zustand präsentieren. Matsch suchte man vergebens, genauso wie Regenwolken. Abend und Nacht sollten trocken bleiben.

[box]Die Bilder des Taubertal-Donnerstag

Impressionen
Monsters Of Liedermaching
Normahl
Eläkeläiset
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Kaum eine andere Band wird im Tauberplanscher Forum, dem Fanorgan des Festivals, öfters gewünscht als die Liedermachercombo Monsters Of Liedermaching. Nur konsequent die normalerweise quer über die Republik verteilte Band nach 2009 mal wieder in Rothenburg zu versammeln. Und nicht nur für die Eröffnung des Steinbruchabends waren sie angereist. Auch Freitags sollten sie noch den Opener auf der Hauptbühne mimen. Da zeigten sie meiner Meinung nach auch die bessere Show mit ihren bekannte Songs auf die man „oben“ verzichten hatte müssen.

Normahl haben 30 Jahre Bandgeschichte auf dem Buckel und -ein wenig- konnte man ihnen dieses Alter auch anmerken. Ihre Songs, die oftmals bekannte Lieder aus dem Volksmund mit punkigen Texten versehen, sind nicht wirklich mein Fall und so wartete ich eigentlich nach dem Fotografieren nur auf das Ende der Show.

Dann sollten nämlich Eläkeläiset auftreten und insgeheim wurden sie als Geheimtipp gehandelt. Was man im Internet an Hörproben erhaschen konnte, bekräftigte diesen Eindruck. Die Realität war dann aber doch relativ zermürbend.
Obs das Navi war? Jedenfalls tauchte die finnischen Humppa-Band mit einer Verspätung von etwa einer dreiviertel Stunde auf und beliessen es nicht beim Aufstellen von Biertischgarnituren. Ihre Mikro- und Instrumentenchecks zogen sich schier endlos in die Länge und kratzten zusätzlich an der Vorfreude.
Zur Überbrückung der Eläkeläiset-Staupause traten die DJs an, die eigentlich erst später die Nacht ausklingen lassen hätten sollen.