Einen Dämpfer erhalten die Hoffnungen Radiohead 2012 auf einem europäischen Festival spielen zu sehen. Nach der Grösse der Shows der kommenden Tour gefragt, antwortet Gitarrist Ed O’Brien: Alle europäischen Shows werden Indoor veranstaltet.

Im Interview mit BBC6 Reporterin Sarah Jane Griffiths gibt sich O’Brien auskunftsfreudig. Man sei an „The King Of Limbs“ ähnlich herangegangen wie damals an „Kid A“. Die Band sei sich einig gewesen die Instrumente nicht auf traditionelle Art wie auf dem Vorgänger „In Rainbows“ spielen zu wollen. Deswegen hätte man sich anfangs schon ein wenig Sorgen gemacht, wie man die neuen Songs live auf die Bühne bringen könne. Die zurückliegenden Auftritte hätten aber gezeigt, dass es auch Dank der speziellen Verbindung mit dem Publikum funktioniere.

Some of the shows will be outside, but the ones in Europe will gonna be inside. I think that was pretty much a reaction when we played last time – we did all outside. And it somehow compromised our production.Ed O’BrienGitarrist Radiohead

Zusammen mit "In Rainbows" Zentrum der Setlist: "The King Of Limbs"

Als Zeitraum für die Tour gibt der Gitarrist Ende Februar bis November 2012 an. Man sei gerade dabei die letzten Details zu klären. Es wird nicht durchgehend getourt, sondern längere Pausen zwischendurch geben. Amerika und Europa sind Teil der Planungen.

Die Setlist wird sich um die beiden letzten Alben zentrieren. Mit „dazu passenden“ Songs von älteren Alben soll sie aufgefüllt werden.  Keinesfalls will man -wie auf der letzten Tour- das aktuelle Album einfach mit einer Auswahl seiner grössten Hits mischen.

Der überwiegende Teil der Tour soll sich Indoor abspielen. In Europa habe man überhaupt kein Open Air geplant.
„The King Of Limbs“ mit seinen detailierten Songs würde das einfordern. Man brauche einen Raum, in dem Licht und Sound kraftvoll ohne Störeffekte zusammenwirken können. Draussen könne man sicher die besten Shows haben, aber man sei immer vom Wohlwollen der Elemente abhängig. Open Air würde sich der Sound auch immer etwas ausdünnen und die Lichteffekte wären weniger wirkungsvoll. Man hat die Erfahrungen der letzten Tour in seine Entscheidung einfliessen lassen, diesmal nicht unter freiem Himmel zu performen. Die Bedingungen hätten der Produktion geschadet.
Indoorshows hätten durch fehlenden Wetterparameter und reflektierende Wände den Vorteil lauten, starken und gleichzeitig detailierteren Sound garantieren zu können.

Das Original-Interview zum Nachhören:

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