Wer heute als festivalaffiner Leser die britische The Sun durchblättert, stolpert sicher über einen Artikel „Washout At Glastonbury 2013“. In dem ist zu lesen, dass man nach der Pause auf dem Areal Waschmaschinen für das ältere Publikum anbieten möchte.

„Ältere Fans werden immer fordernder und darauf müssen wir reagieren. Mit immer besseren Sanitäranlagen und jetzt eben auch Waschmaschinen“, wird Glastonbury’s Operations Director, Melvin Benn, vom Tabloid zitiert. Die Kollegen von eFestivals haben beim Festival nachgefragt und eine klare Antwort erhalten: Nein, sowas wird es nicht geben. Man sei immer versucht den Wasserverbrauch des Glastonbury zu reduzieren, Wäsche zu waschen sei da kontraproduktiv. Der humorvolle Nebensatz Benns sei komplett fehlgedeudet worden.

Ganz so abwegig ist der Gedanke allerdings gar nicht. Beim Gurtenfestival auf dem Gurten Berg muss mit Wasser ebenfalls gehaushaltet werden und man fühlt sich der Natur verpflichtet.
Und trotzdem hatte sich 2009 und 2010 auf dem Campingplatz ein kleiner Waschsalon, das „Wöschhüsi“, etabliert. Wäsche wurde dort abgeben und gratis gereinigt. Damit man nicht nackt herumlaufen musste, bekam man für die Waschdauer witzige Ersatzklamotten geliehen.

Würdest Du Deine Klamotten bei einem Festival waschen lassen?