Hinter den Twitter-Türöffner „freut sich. Hihihi.“ packt das Area4 sein Bandupdate mit 6 neuen Namen und fast genauso vielen Genres.
Von einem Engagement im Westen überzeugt wurden: Social Distortion, Kvelertak, Kilians, Every Time I Die, Letlive und Polar Bear Club.

Abgesehen von Social Distortion, führt das Area4 lauter neue, internationale Namen in den August ein.
Über Social Distortions Slot lässt sich indes nur spekulieren: Erhalten sie wie beim Open Flair einen Head-Slot oder werden sie wie vom Taubertal auf CoHead gesetzt? Andere Frage: Ist das wirklich wichtig?

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Wie der Tweet von Epitaph beweisst, hat man für diese Welle tief in deren Portfolio gewühlt.
https://twitter.com/#!/EpitaphEurope/status/166475311138078721

Das Festival zu seinen Neuen:

Every Time I Die wurde von den beiden Brüdern Keith und Jordan Buckley gegründet. Bevor sie ihre erste kleine Tour in Buffalo starteten, nahmen sie noch den Gitarristen Andrew Williams, den Bassisten John McCarthy und den Schlagzeuger Michael „Ratboy“ Novak in die Band auf. Bis Dato sind ein paar Jahre vergangen und nun kommen die sarkastischen Metalcore-Könige mit einem neuen Album mit dem schönen Titel „Ex-Lives“ heraus. Das erste Stück „Underwater Bimbos From Outer Space“ mit dem krassen Video kursiert schon seit einiger Zeit und zeigt, wohin es geht: „Immer schön auf die Fresse“ (Visions). Auch wenn Every Time I Die nie einfach in eine Schublade passen, sind sich doch alle einig, dass die Jungs die Grenzen des schweren Rocks immer wieder neu verschoben haben.

Diese fünf sympathischen Jungs aus Dinslaken sind eine Indierockband wie sie im Lehrbuch steht. Die melodiösen Riffs, eine rotzige Stimme und die absolut nötige Lässigkeit scheinen sie mit der Muttermilch bereits aufgenommen zu haben. Ihre natürliche und ehrliche Musik präsentieren sie tanzbar und sie lädt in jeder Sekunde zum Mitschreien und Mitfühlen ein. Nach dem riesen Erfolg, den sie mit ihren ersten beiden Platten „Kill the Kilians“ und „They are calling your name“ zu Recht hatten, haben sie sich erst einmal eine kurze Pause genommen, arbeiten aber derzeit schon wieder an einem dritten Album. Man darf also gespannt sein, was sie dann wieder aus ihrem Kreativzylinder zaubern.

Zwei wichtige musikalische Verdienste Norwegens waren ironisch-schweinerockiger Hardcore-Punk wie bei Turbonegro und natürlich Black Metal. Kvelertak vereinen beides und finden das ideale Mischverhältnis. Derart catchy und abwechslungsreich ist das Ergebnis ausgefallen, dass das selbstbetitelte und von Converges’ Kurt Ballou produzierte Debüt von Kvelertak über den Status eines Geheimtipps längst hinausgekommen ist und Fans aus diversen Lagern der harten Gitarrenmusik unter einem Banner vereint. Die Räder stehen bei dem Norwegischen Sextett (allein drei Gitarren!!) seitdem nicht mehr still. Bis in die letzten Winkel der Erde scheinen die Jungs ihr Evangelium tragen zu wollen, und da machen sie natürlich auch vor unseren Breitengraden nicht halt.

Das Hardcore-Quintett formiert sich 2002 und geht aus den Resten der Westchester Underground Band Fubar hervor. Die schnöde Einfachheit ist der amerikanischen Combo immer schon fremd. Bereits auf dem 2004 erscheinenden Debütalbum „Exhaustion, Saltwater And Everything In Between“ kreuzen sie ihren ursprünglich straighten Sound mit technischen Finessen. Nach intensivem Touren durch die USA und Kanada nahmen sie ihr drittes Album Fake History auf, das im Jahre 2010 bei Tragic Hero Records erschien und auf gute Kritiken stieß. Nachdem sie im Februar 2011 zu Epitaph Records wechselten, tourten sie erstmals auch durch Europa. Diesen Festivalsommer kommen sie zurück nach Deutschland. Wir freuen uns auf ein energiegeladenes Konzert!

Polar Bear Club bewegen sich, wie es so schön heißt, im Melodic Hardcore Genre. Die noch junge Band aus Rochester, USA, wurde 2005 gegründet und bereits 2011 haben die Jungs ihr drittes Studioalbum auf den Markt geworfen. Es wird also ein solides Tempo vorgelegt, allerdings auch ein fetter Sound in jeder Hinsicht. Live wird bei ihnen ordentlich auf die sprichwörtliche Kacke gehauen. Sänger Jimmy nutzt seine Stimme mal weich und mal kratzig in höchsten Höhen und überträgt mit seinen Mitmusikern die Energie von der Bühne direkt aufs Publikum. Deshalb mutieren ihre Shows auch im Handumdrehen zur schweißtreibenden Party für die Zuschauer.

Zugegeben: Mike Ness, seines Zeichens Sänger, Gitarrist und Kopf von Social Distortion, macht nicht mal halb so brutale Musik, wie sein Aussehen vermuten lässt. Vielmehr speist sich seine Inspiration aus Blues, Country und Rockabilly, gepaart mit hinreißenden Melodien, die sich am Ende zu dem räudigen Straßenköter vereinen, den Social Distortion ihre Version von Punkrock nennen. Auch textlich sind viele Momente dabei, die Herrn Ness sehr verletzlich daherkommen lassen, und das aus gutem Grund: Das ist ehrlich, das ist authentisch, das ist die Geschichte eines Lebens, das durch viele Höhen und Tiefen gegangen ist. Ihr ehemaliger Bassist Brent Liles starb bei einem Verkehrsunfall, Mike Ness selbst machte die Hölle des Drogenentzugs durch und der langjährige Gitarrist Dennis Danell erlag einem Schlaganfall. All das ist zwischen den Zeilen zu hören, gepaart mit dem dringenden Bedürfnis weiterzumachen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Komme was wolle.