[Update: Die Rhein-Zeitung bekräftigt ihre Konkurs-These, indes strahlt 1Live ein optimistisches Interview von Marek Lieberberg aus.]

Allem Anschein nach zieht sich Schlinge um die landeseigene Nürburgring GmbH final zu. Laut Rhein-Zeitung schmettert die Wettberwerbsbehörde der EU den Beihilfe-Antrag des Landes Rheinland-Pfalz ab. Dadurch fällt ein jüngst ausgehandelter Rettungsplan wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Konsequenz laut den Quellen der Zeitung: Ein Konkurs der Betreibergesellschaft des Nürburgring ist unausweichlich. Mehr denn je muss um die Fortsetzung des Rock am Ring-Mythos in der Eifel gebangt werden.

Ring-Veranstalter Marek Lieberberg hatte bereits kurz nach Abschluss von Rock am Ring 2012 die Standortfrage aufgeworfen, später dann Planungssicherheit bis Ende Juli verlangt. Bis zuletzt schienen beide Parteien, Ausrichter und Besitzergesellschaft, vorsichtig optimistisch was einen Verbleib des Festivals am Nürburgring anbelangt. Ministerpräsident Kurt Beck wurde etwa von Radio Antenne Koblenz mit den Worten zitiert: „Rock am Ring wird es auch in Zukunft geben. Wir wollen, dass das so ist“.

Beck wird mit seiner unscharfen Formulierung recht behalten. Vielleicht aber anders als von ihm gedacht.
MLK kann sein Zugpferd „Rock am Ring“ nicht sterben lassen. Man wird es notfalls an anderer Stelle ausreiten. Mit dem Flughafen Mainz- Finthen und dem Hockenheimring stehen bereits zwei potentielle „Übernahmekandidaten“ bereit. Mainz soll dabei die bevorzugte Option sein.

Wird der Konkurs der Nürburgring GmbH Fakt, steht zunächst kein entscheidungsfähiger Ansprechpartner für Rock am Ring bereit. Die eingeforderte Terminbestätigung für 2013 innerhalb der von MLK gesetzten Frist würde in weite Ferne rücken. Der einzusetzende Insolvenzverwalter müsste sich erst ein Bild der Situation machen und mit den Gläubigern über die Zukunft der Rennstrecke sprechen. All das bis Ende des Monats Juli zu erreichen und auch noch mit MLK einig zu werden – ein zumindest ambitioniertes Ziel.
Stehen Lieberbergs zu den Aussagen des Interview mit dem Wiesbadener Kurier wäre ein Umzug meiner Meinung nach die logische Konsequenz.

Rock am Ring und Rock im Park sollen im kommenden Jahr vom 7.-9.Juni veranstaltet werden. Karten werden auf Grund der Hängepartie derzeit weder für Ring noch für Park verkauft.