Noch windet es zwar ziemlich in Übersee, doch die Region und die Anreisenden zum Chiemsee Reggae Summer scheinen vom prognostizierten Unwetter weitestgehend verschont geblieben zu sein. 600 Neuankömmlinge wurden am Abend dennoch zwischenzeitlich in einer Reithalle untergebracht.

>>Erste Fotoimpressionen vom Chiemsee Reggae Summer 2012

Mittlerweile durften sie Richtung Gelände aufbrechen; fürs Aufbauen des Zeltes dürfte es aber noch zu unruhig sein. Genau das kritisieren einzelne Festivalisten: “Die haben die Leute echt wieder aus der Reithalle geschmissen und auf’s Gelände geschickt, um in der Dunkelheit in Regen im Matsch sich ’nen Zeltplatz zu suchen…Was ist das denn bitte für ’ne beschissene Organisation?” Auf Facebook gibt es ein Foto von der Notunterkunft zu sehen.

Für solche, die bereits vor Ort sind, dürfte das Unwetter nicht viel angenehmer gewesen sein: Es würde mich nicht wundern, wenn während des Unwetters etliche Zelte und Pavillions kapitulieren mussten.

Schnelle Reaktion von Veranstalter und Behörden

Gegen 19 Uhr hatte die Veranstalter, Sicherheitsbehörden, Feuerwehr und Rettungsdienste eine unheilvolle Wetterwarnung erreicht. Sie kündigte schwere Gewitter mit orkanartigen Böen, heftigem Starkregen und Hagel an.

Schnell wurde gehandelt und die Notfallpläne umgesetzt. Den Festivalisten vor Ort legte man nahe, sich in Sicherheit zu bringen, die eigenen Zelte oder besser noch Autos aufzusuchen. Neuankömmlinge wurden gemäss Sicherheitskonzept abgefangen und in eine nahegelegenen Reithalle im Ortszentrum Übersee gebracht.

Das Unwetter: Windig, aber weniger schlimm als befürchtet

Der Wind erinnert durchaus an das Unwetter am Donnerstag des diesjährigen Southside Festivals, zumindest persönlich empfand ich das heutige Gewitter als nochmals rauer. Vor allem die Windböen dürften auf dem Campingplatz mehr als ungemütlich gewesen sein. Regen und Blitze waren dagegen weitgehend harmlos.

Die Pressemitteilung der Polizei spricht von mindestens einem Blitzeinschlag in unmittelbarer Nähe des Festivalgeländes gegen 20:45 Uhr, begleitet von Starkregen und Winböen. Genau zu diesem Zeitpunkt hörte ich – in unmittelbarer Nähe vom Festivalgelände – einen lauten Donnerschlag. Das Ausmass des Unwetters blieb  insgesamt hinter den Befürchtungen zurück.

Nach Stand der Dinge gibt es weder Sach- noch Personenschäden zu beklagen. Seit 22:15 Uhr sind die Beschränkungen hinfällig. Die Reithalle ist mittlerweile entvölkert.