So kann man auch Geburtstag feiern! Drummer Benny Horowitz hatte sich für seinen Geburtstag die Sporthalle in Hamburg ausgesucht, um mit seinen Kollegen, Dave Hause, den Blood Red Shoes und unzähligen Gästen vor der Bühne eine riesige Geburtstagsparty zu feiern. Mein Urteil: Wahnsinnsparty!

Dave Hause (Alle Fotos: Peter Detje)

Eine halbe Stunde lang durfte Dave Hause die große Geburtstagssause für Drummer Benny Horowitz einläuten und ölte dabei schon mal die Stimmbänder der geladenen Geburtstagsgäste. Allein mit seiner Gitarre auf der großen Bühne der Hamburger Sporthalle machte er keinesfalls einen verlorenen Eindruck. Er hatte beste Laune und einwandfreie Songs als Geschenk für Drummer Benny Horowitz und die Gäste mitgebracht. Ein sympathischer Support.

Blood Red Shoes

Nach kurzer Umbaupause betraten die nächsten Gratulanten die Bühne: Blood Red Shoes. Hier durfte jetzt zum ersten Mal so richtig das Tanzbein geschwungen werden. Sie boten ca. 40 Minuten einen souveränen Auftritt und die Meute war nun angeschwitzt, um ihre Helden von The Gaslight Anthem auf der Bühne begrüßen zu können.

Die ersten Reihen hinter dem Wellenbrecher waren mit Partyhüten und Luftballons ausgestattet, um das Geburtstagskind und seine Bandkollegen standesgemäß zu empfangen. Mit dem ruhigen Mae von der aktuellen Scheibe Handwritten wurde das erste Mal Gänsehaut auf die tättoowierten Ober- und Unterarme der Geburtstagsgäste gezaubert.
Mit The 59 Sound wurden die Geburtstagsgäste dann zum ersten Mal so richtig zum Schwitzen gebracht und beim anschließenden Handwritten konnte gezeigt werden, was die

The Gaslight Anthem

Stimmbänder so hergaben. Nach Old White Lincoln stimmte Brian Fallon dann Happy Birthday für seinen Bandkollegen an und die Hamburger ließen sich nicht lange bitten, sodass Drummer Benny Horowitz ein riesiges Geburtstagsständchen bewundern durfte.
Bei 45 reckte die gesamte Halle die Arme in die Höhe und sang mit, was die Stimmbänder hergaben.
Es folgte Boomboxes And Dictionaries vom ersten Album Sink or Swim.

Insgesamt zeigten sich die geladenen Gäste sehr textsicher, egal ob Songs vom 2007er Album Sink or Swim oder von der aktuellen Scheibe Handwritten ertönten.
So auch zu bewundern bei Howl, I’da Called You Woody, Joe und Angry Johnny And The Radio. Es folgte einer meiner absoluten Lieblingssongs: Film Noir. Ein absoluter Gänsehautmoment! Bis zum vorläufigen Ende folgten noch sechs Songs: Casanova, Baby!, Desire, The Queen Of Lower Chelsea, Changing Of The Guards, Here’s Looking At You, Kid und das fantastische und frenetisch gefeierte The Backseat.

Danach verschwanden das Geburtstagskind und seine Kollegen kurz von der Bühne. Als die Mannen um Brian Fallon erneut die Bühne betraten, stimmte das Publikum „Oh wie ist das schön“ an, was bei Brian Fallon Verwirrung verursachte, da er nicht verstand, was die Fans dort sangen. Ein Mitglied der Crew kam auf die Bühne und klärte die Situation, sodass die beiden dann gemeinsam das Bad im Gesang der Meute genießen konnten.

She Loves YouMullholland Drive, American Slang, Astro Zombies und Great Expectations bildeten den Zugabeblock, der die, sowieso schon schweißnasse Geburtstagsgäste, noch mal in Ekstase versetzte und die Arm- und Beinhaare gen Himmel blicken ließ.
Ein letztes Mal bedankten sich die Mannen um Brian Fallon, es wurde hell in der Halle und man sah viele glückliche Gesichter. Die sympathische Art von Brian Fallon und seinen Kollegen, sowie die bunte Songauswahl von allen vier Alben wussten zu gefallen und kamen bei den Fans gut an. Daher kann man nur auf ein baldiges Wiedersehen der Männer hoffen. Great Expctations für kommende Festivalsaion 2013?