Das britische Glastonbury ist in einer beneidenswerten Situation. Man muss die (Alt)Stars garnicht vom eigenen Festival überzeugen, sie wollen kommen und headlinen. Nach Fleetwood Macs Stevie Nicks meldet sich auch Rolling Stones‘ Keith Richards erneut zu Wort und bekräftigt: Wenn es klappt, würde ich es gerne machen.

Über beide Acts hat sich Mitveranstalterin Emily Eavis in jüngster Vergangenheit positiv geäussert, gibt aber freimütig zu noch nicht direkt mit Fleetwood Mac gesprochen zu haben. Sowieso sei man gerade erst am Anfang was Gespräche mit potentiellen Headliner angehe. Das unterscheidet Tochter und Vater. Michael Eavis kokettierte gerne schon mitten im alten Jahr damit alle Headliner bereits eingetütet zu haben.

Dass beide Oldies, Fleetwood Mac und The Rolling Stones, auf einen der Spitzenslots des Worthy Farm-Festivals gehievt werden, scheint unwahrscheinlich. Schliesslich würde es die Philosophie des Glastonbury verletzten. Die besagt laut Emily Eavis: Man muss eine Balance zwischen alteingesessenen Bands, Legenden und neuen Bands finden. Auch in der Kopfzeile.
Beim letzten Festival 2011 lautete die Erfolgsformel Coldplay, U2 und Beyonce.

Keith Richards von den Rolling Stones versichert in der aktuellen Ausgabe der NME erneut, dass die Band noch keine konkreten Pläne habe, die über den Horizont der beiden Shows am Wochenende in Newark hinausgehen. Er selbst halte aber das Glastonbury-Gerücht um seine Band durch gezielte Äusserungen am Leben, weil er es wirklich gerne machen würde – wenn es sich einrichten lässt. Leider kommt immer nur Richards zu Wort. Wie der Rest der Stones zum Projekt Glastonbury steht, bleibt im Dunkeln.

Emily Eavis will um die Stones kämpfen. Wenn es passiere, dann im nächsten Jahr, wird sie zitiert.

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