Bad Religion haben sich dieses Jahr einiges vorgenommen. Im August erweitern sie ihre Aktivitäten mit einer Teilnahme am Big Day Out.

Bad Religion, Foto: Myriam Santos

Mit den Songs des neuen Albums True North liefern Bad Religion ihre Visitenkarte in Anröchte ab. Über den Tag hinweg war die Bestätigung auf Facebook mit sechs verschiedenen Hinweisen vorbereitet worden. Und mit dem Wissen in der Hinterhand, dass man mit Open Flair, Taubertal und Rocco Del Schlacko eine Booking-Gemeinschaft bildet, war es nicht allzu schwer auf Bad Religion zu schliessen.

Es bleibt heute nicht bei der einen Bestätigung, wenngleich sie auch die namhafteste ist. The Durango Riot, Illbilly Hitec und Insert Coin erweitern das LineUp des Big Day Out auf nunmehr 15 Bands.

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Das Festival zu seinen Neuzugängen:

Sie haben Shows für prominente Genrekollegen wie No Use For A Name oder Anti-Flag eröffnet, landauf und landab rund 200 Konzerte gespielt und im vergangenen Sommer mit The Fight einen großartigen Vorabgruß von ihrem 2013er Album Heads Or Tails veröffentlicht. Songwriting und Sound lassen die kalifornische Punkrocksonne aufgehen, bis man feststellt: Insert Coin kommen nicht von der amerikanischen Westküste, sondern aus dem nördlichen Ruhrgebiet. Und welche Rolle spielt es schon, unter welcher Sonne solche Songs entstanden sind, wenn sie so hoch melodisch, herrlich treibend und schlichtweg gut sind.

Rockende Live-Drums, dicke Bässe, Offbeats und eingängige Samples verschmelzen bei Illbilly Hitec zu einer abwechslungsreichen Reise von HipHop, Reggae und Dub bis hin zu Elektronik – geleitet von Longfingah, einem der talentiertesten Reggae-Sänger Deutschlands. Die Berliner gelten international als heißester Export ihres Genres, und konnten ihre Bühnenqualitäten bereits auf Shows in ganz Europa, Asien und Mexiko beweisen. Bei so vielen Tourneen, Kooperationen mit Künstlern aus aller Welt und einer Reihe von Vinyl-Veröffentlichungen ist es kein Wunder, dass ihr erstes Album etwas auf sich warten ließ. Es erscheint im Februar mit dem bezeichnenden Titel Reggaetronics und wird von Illbilly Hitec in Anröchte gebührend gefeiert.

Schon ihr Debütalbum Telemission (2007) überzeugte auf ganzer Linie. The Durango Riot aus dem schwedischen Karlskoga klingen durchaus nach typisch skandinavischem Rock’n’Roll, schmücken diesen aber mit Doors-Anleihen, King-Crimson-Saxophonen und Blues-Mundharmonika aus. „Ihr Sound, eine gekonnte Mischung aus Rock, Punk und Hardrock, ist energiegeladen und klingt frisch und unverbraucht. Alles zwischen Stones, QOTSA und Black Rebel Motorcycle Club lässt sich wiederfinden“, so der Pressetext. Nach erfolgreichen Support-Tourneen mit Größen wie Social Distortion, Die Toten Hosen und Billy Talent haben The Durango Riot das zweite Album Backwards Over Midnight eingespielt. Ob auf Platte oder auf der Bühne: Diese Band rockt mit einer überwältigenden Euphorie, die jeden sofort in den Bann zieht.