Einer harmlosen Ankündigung heute morgen im Forum lies Novarock-Macher Ewald am späten Nachmittag Taten folgen. Und was für welche! Er selbst brachte es in seiner Ankündigung treffend auf den Punkt:

Ich reiß zwar nicht schnell meine Klappe gross auf, aber jetzt kann Novarock wirklich einiges.
Und ich denke mit der Meinung stehe ich nicht alleine da!

Ewald Tatar

Recht hat er, schliesslich konnte man zum 5.Jubiläum nicht nur die reunionierten Faith No More (Myspace), sondern auch Nine Inch Nails (Myspace) und Dredg (Myspace) nach Nickelsdorf locken. Die grandiose Bestätigungswelle vervollständigen Dimmu Borgir (Myspace), Madsen (Myspace), Dir En Grey (Myspace) und Sonic Syndicate (Myspace).

Begeisterung dürfte sich nicht nur bei unseren österreichischen Nachbarn einstellen, sondern auch beim Southside/Hurricane-Besucher. Die FKP-Festivals finden am gleichen Wochenende statt wie das Novarock. Faith No More teilen sich die beiden Festivals schon, warum sollten nicht auch Nine Inch Nails über die Grenze herüber nach Neuhausen ob Eck bzw Scheessel schauen? Es wäre das i-Tüpfelchen für das Southside/Hurricane-Billing.

Tickets fürs Novarock gibts für 109 Euro bei musicticket.at.

Überraschend gut sei die erste Probe von Faith No More (Myspace) nach 10 Jahren verlaufen, lies Bassist Billy Gould am Mittwoch per Twitter wissen. Viel besser als er es vorher erwartet hätte. Läufts weiter so gut wird man bis Ende Mai wieder den kompletten Bandkatalog spielen können.
Faith No More g
elten als Gründerväter und eine der wichtigsten Bands des Crossover, da sie verschiedene Stile wie Artrock oder Funk Metal mit Hardcore Punk verschmolzen. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass sie einen Abend auf der Green Stage abschliessen werden.
Die Band um Sänger Mike Patton erlangten vor allem Berühmtheit durch ihre Extravaganz. Ihr Stil wechselte bei nahezu jedem Album. Zu Beginn ihrer Laufbahn spielten sie noch eine harte Version von Post Punk im Stil von Killing Joke. Nach dem Einstieg von besagtem Mike Patton dominierten die Elemente Metal und Funk, weshalb ihr Stil anfangs als Funk Metal bezeichnet wurde. Später kamen immer mehr Elemente hinzu, andere gingen wieder verloren. Von Soul und Easy Listening bis Hardcore Punk und Ethno-Elementen wurden die Bandbreite ergiebig ausgeschöpft. Es wurden sogar klassische Elemente und Filmmusik ins Klangspektrum der Band einbezogen, z. B. endete Epic (von The Real Thing) mit einem Klavier-Thema und Jizzlobber (Angel Dust) mit einer Art Kirchenmusik.

Frontmann Trent Reznor kündigt unlängst eine Auszeit seines Projekts Nine Inch Nails (Myspace). Die zurückliegend „Lights In The Sky“ Tour sei sowohl in technischen als auch in physischen Belangen sehr anspruchsvoll und kräftezehrend gewesen. Daher wolle man eine Pause unbestimmter Länge einlegen. Zuvor allerdings wird es noch eine Punkrock-Tour mit Jane’s Addiction geben, die Reznor nun neben dem irischen Oxegen auch zum Novarock führt.

Ein ums andere mal haben die Perfektionisten Dredg den Release für den „Catch Without Arms“-Nachfolger nach hinten verschoben. Im Mai soll es nun soweit sein und „The Pariah, The Parrot, The Delusion“ in den Handel kommen.
Nächste Woche gibt es bereits die Möglichkeit die experimentelle, Alternative/Progressive-Band mit den neuen Songs live in Berlin und Köln zu erleben. Im Juni dann stehen sie nicht nur bei Rock im Park/Rock am Ring auf der Bühne, sondern wie wir seit heute wissen auch beim Novarock.