Das Schweizer Open Air St. Gallen sorgt dieser Tage mit reihenweise Neuigkeiten für Furore. Und dabei handelt es sich ausnahmsweise nicht um Bandbestätigungen. Das ist auch nicht nötig, denn mit den Ärzten, Sigur Rós und Kings Of Leon ist das Festival schon ziemlich namhaft besetzt.

Erst gestern Morgen wurde der Endspurt des Vorverkaufs eingeläutet. Nur noch 5000 Tickets seien zu haben ließ der Veranstalter verlauten. Heute dann die nächste Meldung: Ausverkauf! Binnen eines Tages wurden auch die letzten Tickets abgesetzt. Das bedeutet für das zweitgrößte schweizerische Festival (nach dem Open Air Frauenfeld) einen neuen Rekord in der inzwischen 37-jährigen Geschichte.

Doch nicht nur der Ausverkauf wurde heute vermeldet, auch eine kleine Revolution für den Festivalalltag wurde bekannt. Denn ab dem Jahr 2013 wird es in St. Gallen nicht mehr möglich sein, mit klassischem Bargeld zu zahlen. Stattdessen wird man ab sofort einen in das Festivalbändchen eingearbeiteten RFID-Chip zum Zahlen von Döner, Bier und Festivalshirt benutzen. Die Technologie sei bereits im letzten Jahr im Backstage-Bereich getestet worden und nun einsatzbereit, so der Veranstalter.

Der geneigte Festivalist wird sich an das Wirrwarr um die Einführung der ECCOS-Bändchen beim Hurricane Festival im letzten Jahr erinnert fühlen. Damals waren kurzfristig RFID-Chips in die Bänder eingearbeitet worden, die sowohl Einlass als auch bargeldlose Bezahlung auf dem Gelände bewerkstelligen sollten. Aufgrund einer Sicherheitslücke wurde das System jedoch nur einen Tag vor dem Beginn des Festivals abgesetzt.