Fünf Wochen vor dem Festival blickt das Buro Pinkpop auf 50.000 verkaufte Eintrittskarten. Der Ausverkauf liegt in weiter Ferne.

Dabei sticht besonders das Verhältnis zwischen Wochenend- und Tageskarten ins Auge: 30.000 verkauften Kombitickets stehen 20.000 Tageskarten gegenüber.
Mit einer Tageskapazität von rund 50.000 Besuchern ist in Landgraaf also noch viel Luft nach oben bis zu einem potentiellen Ausverkauf.

Zwei Gründe fallen mir spontan für die doch eher schleppende Nachfrage ein.

Zum einen kann möglicherweise das Programm nicht vollends überzeugen. Dafür spricht die hohe Anzahl an verkauften Tageskarten. Green Day, The Killers und Kings Of Leon sind als Headliner eigentlich eine Bank. Als weitere Zugpferde könnte man 30 Seconds To Mars, Phoenix, Queens Of The Stone Age, Alt-J und Paramore nennen. Nach unten hin dünnt das LineUp aber merklich aus – und für ähnliches Geld bekommt man bei Rock am Ring oder dem Hurricane schon allein quantitativ mehr Auswahl geboten.

Alternativ könnte auch das Abrücken vom traditionellen Pfingstwochenende potentielle Besucher abgeschreckt haben. Seine Position als eines der ersten Festivals im Kalender gab das Pinkpop heuer auf und rutschte terminlich zwischen die beiden deutschen grossen Zwillingsfestivals im Juni. Als Grund für die Verlegung gab Festivalboss Jan Smeets damals an, mehr Bookingalternativen zu haben als zu Pfingsten Ende Mai.

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