Es war für mich bereits das fünfte mal dass ich das riesige Gelände des Nova Rocks betrete. Leider leicht verspätet, aber das tat dem ganzen keinen Abbruch. In diesem Artikel möchte ich darauf eingehen wie ich das Nova Rock 2013 erlebt habe.

Das Banderl 2013, Foto: David Unger

Bereits 2012 bei der ersten Bestätigung von Rammstein war ich euphorisch. Als dann noch Bands wie KISS, Kings of Leon, Thirty Seconds To Mars und wie sie alle heißen dazu kamen, war ich in das LineUp verliebt. Ich hatte direkt Angst mit zu großen Erwartungen zu den Konzerten zu gehen, wurde aber kein einziges Mal enttäuscht. Im Gegenteil, für mich war dieses Festival eines der besten Festivals die ich je miterleben durfte, sowohl was Bands anging als auch von der Stimmung und der Organisation.

Die erste Nacht war schnell rum, schlafen konnte man durch die pralle Sonne nicht lange und die ersten Besoffenen die versuchten Rammstein zu singen ließen auch nicht lange auf sich warten. Für mich standen gleich zum Anfang zwei Bands an: Heaven’s Basement und P.O.D..
Heave’s Basement sollte man sich für die Zukunft auf alle Fälle noch im Hinterkopf behalten. Sie haben viel Energie in das Konzert gesteckt und man merkte das sie Spaß hatten, bald darauf ging es schon zu P.O.D.. Für mich Persönlich ein Highlight. Das Lied Boom war eines meiner ersten Rock Lieder, da war die Gänsehaut vorprogrammiert. Weiter ging es für mich zu Five Finger Death Punch und zu A Day To Remember. Leider durfte ich durch die große zeitliche Überschneidung beider Acts A Day To Remember nur zu Hälfte genießen. Jedoch war ich von den Bands mehr als begeistert.

Dann rückte auch schon der Abend an und ich stellte mich auf großes ein. Thirty Seconds To Mars muss ich sagen, haben mich persönlich leicht enttäuscht. Die Show selber war toll, riesige Monitore, Jared Leto tänzelte die gesamte Zeit über die Bühne und die Bands gab alles. Jedoch hatte man das Gefühl, dass Jared Leto stimmlich nicht auf der Höhe war. Ich habe Thirty Seconds To Mars zuvor schon zwei Mal live erlebt. Beide Konzerte waren ein Wahnsinn, eventuell war er mitgenommen von dem vielen Touren? Man weiß es nicht.
Ich hatte nicht viel Zeit darüber nachzudenken, da es Rammstein kurz darauf ihr Set anstimmten. Einfach nur unglaublich was die Jungs da auf die Bühne gestellt haben. Ein Feuerwerk jagte das andere, überall Flammenwerfer. Auch wenn die Show bis ins letzte durchgeplant ist und jeder Schritt bereits vorher oft geübt wird, sie bleibt trotzdem atemberaubend. Ein Hit nach dem anderen. Nach eineinhalb Stunden verabschiedete sich die Band höflich von den Fans. Für mich persönlich hätte der Gig noch viel länger dauern können.

Der zweite Tag

Red Stage, Foto: David Unger

Für mich hielt er nicht allzu viel spannendes bereit: Ein nettes Konzert von Bauchklang und Gentleman und harte Klänge von Dragonforce. Alles drei tolle Bands, mein Fokus lag aber ganz klar auf Headliner KISS.

Die Bühne war nach Rammstein aufwendig umgebaut worden. Nun hing eine riesengroße Spinne in der Mitte der Bühne. So etwas habe ich wirklich noch nie auf einer Bühne gesehen. Pünktlich um 23:25 betraten die vier alten Männer geschminkt die Bühne. Schnell wurde klar, dass die Band noch Power hat und auf der Bühne alles gibt. Beim jedem Lied gab es Feuerwerk, mit den Flammenwerfern geizte man auch nicht. Gegen Mitte des Konzertes wurde auch klar warum dort eine riesige Spinne hing: …………… alias „Starchild“ und ……….. alias“The Cat“ bekämpften zusammen die Spinne in dem sie diese mit Feuerwerk beschossen. Kurz darauf wurde bereits Gene Simmons alias „The Demon“ auf die Riesenspinne gehoben wo er noch mal alles gab. Ich persönlich war absolut fasziniert, die Show war der absolute Hammer.

Auf Seite 2 wartet Davids Resume und der dritte Festivaltag.

1 KOMMENTAR

  1. naja.. also ich muss dem ganzen ein wenig widersprechen.
    Organisatorisch war zu Beginn des Festivals eine reine Anarchie auf dem Caravanplatz. Anreise natürlich relativ früh, Donnerstag um 0730 Uhr. Erstens wurden die Caravantickets NICHT kontrolliert, man konnte also einfach auf das Gelände auffahren. Auf diesem herrschte dann eine Unordnung wie noch nie gesehen, da die Security einfach total überfodert war :) natürlich nicht unbedingt zum Nachteil, da man so wirklich frei wählen konnte wohin man seinen fahrbaren Untersatz stellt.
    Übrigens sind die immer gleich ausverkauften Caravantickets ein Grund warum wir erst dieses Jahr zum Nova gingen und dann brauchst nicht mal eines.

    Von der sonstigen Organisation bin ich begeistert. Das Gelände, welches für 300’000 Leute ausgelegt ist, verteilt die Masse sehr gut. Man hat überall genügend Platz, auch vor den Bühnen – soweit man erfahren genug ist.

    Schlecht ist die Auswahl der Stände/Essensstände. Wenn ich dies mit anderen Festivals vergleiche, ist das Nova die Sahara darunter. Die Kosten für normales Wasser sind utopisch, absolut daneben!

    Gut sind die Preise für Bier und sonstige Getränke, auch die Cupgrösse mit bis zu 1lt. find ich toll. (muss jeder selbst entscheiden – aber die Auswahl haben ist gut!)

    Das allerbeste am Nova ist aber der Sound und ich spreche hier nicht vom LineUp. In meinen 16 Jahren OpenAir Erfahrung hab ich nicht viele Festivals noch nicht gesehen und noch NIE habe ich eine solch gute Anlage, gut Abmischung erlebt!! Absoluter Wahnsinn – da sollte sich der Ring/Park und vorallem unsere schweizer Festivals mal ne dicke Scheibe von abschneiden!

    Zum Publikum kann ich nur sagen, dass der Altersdurchschnitt tiefer liegt als bei jedem Festival an dem ich bisher war. Klar gehöre ich mit meinen 33 Jahren nicht mehr zu den jüngsten, doch ist mir dies bei meiner Beurteilung auch bewusst. Problem ist hier, dass die Stimmung eine andere ist als gegebenfalls am RIP.
    alles in allem war das Nova toll – die 11 Stunden Fahrt haben sich aufgrund des super Klangs der Bühnen gelohnt!

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