Zwei Neue präsentiert das österreicher Nuke Festival (18.-19. Juli) am Open Air Gelände beim VAZ St. Pölten. Neu im Lineup begrüsst werden Fettes Brot (Myspace) und Orishas (Myspace). Ab sofort können auch Tagestickets erworben werden. 59 Euro muss man dafür ausgeben. 2-Tagestickets inklusive Camping sind für 80 Euro zu haben.

Wir schreiben das Jahr 2008. Das ganze Leben ist eine FKK-Quizshow. Und wir sind nur die gaffenden, impotenten Pornodarsteller. Gruppe Fettes Brot (Myspace) kehrt nach anderthalb Jahren Meditation in die Wirklichkeit zurück und mischt sich keusch bekleidet (mit so was wie Justin Timberlakes „Dick In A Box“*) unter die Nackten. Sie singen: „Bettina! pack deine Brüste ein! Bettina! zieh dir bitte etwas an!“ Es ist genug jetzt. Die Kinder der Generation Oversexed und Underfucked  kriegen eine überfällige Hymne untergeschoben. Eine Anti-Ode auf die hohlen, hungrigen Körper von Millionen, ein trojanisches Pony zur Wiederverzauberung von Sex und Liebe. In brüderlicher Union mit dem Berliner DJ- und Produzentenduo Modeselektor verüben die Puppie Rapper Fettes Brot lustvoll den Christoschen Verhüllungsakt am Menschen. Es clickt und pumpt und fiept ein Beat, irgendwo zwischen New Rave Country und Timberländ. Nach dem Emanzipations-Stomper „Schwule Mädchen“ und der Stolper-Soul-Polka „Emanuela“ (nur der größte Download Hit des Jahres 2005!) das nächste Scary Pop-Meisterwerk einer Gruppe, die keine Angst hat, vorwärts zu gehen.

Die Kubaner lieben ihre Heimat abgöttisch. Das gilt ganz besonders für die Millionen Menschen von der Karibikinsel, die, aus welchem Grund auch immer, im Exil leben. Die Musiker der Orishas (Myspace) bilden in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Musikalisch sind sie jedoch eine absolute Ausnahmeerscheinung. Innerhalb von wenigen Jahren avancierte das Trio zum Aushängeschild der zeitgenössischen kubanischen Musik, zu international bewunderten Ikonen, deren revolutionäre Mischung aus HipHop und kubanischem Son nicht nur als eine der großen künstlerischen Innovationen unserer Zeit betrachtet werden muss, sondern die auch kontinuierlich für ekstatische Gefühle und jede Menge Bewegung auf internationalen Dancefloors sorgt. Mit dem nun vorliegenden Album „Antidiótico“ steuern die Orishas unweigerlich auf den vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere zu.