Das war er also. Der allererste Tag im Leben des RockNHeim. Oder um die Mlksche PR-Sprech zu bemühen: Der Rise Of RockNHeim im engeren Sinne.

Franz Ferdinand, alle Bilder: Thomas Peter

„Davon werdet ihr noch euren Kindern erzählen können. Ihr ward bei der Premiere dabei.“ huldigte Franz Ferdinands Alex Kapranos dem Moment. Und er hat Recht: Hier wird Geschichte geschrieben. Denn wann wurde zuletzt ein mehrtägiges 40.000+ Festival mit solch einer Macht aus dem Boden gestampft? Ich kann mich an keinen ähnlichen Fall erinnern.
Auch von Die Ärzte und Zebrahead, denen als Opener hier eine ganz besondere Rolle zufiel, gab es ein paar warme Worte für den neuen Big Player im August. Dabei gewann man nicht das Gefühl sie hätten sich anbidern wollen.

Auch Altmeister Marek Lieberberg fand, mit feschem Strohhut verziert, zwischen zwei Künstlern auf die Bühne. Was er den Besuchern in den ca. 3 Minuten ans Herz legte, ist leider nicht überliefert, da die Monitore im großzügig dimensionierten Pressezentrum nur Bild, aber keinen Ton vermitteln.

Zerahead

Zebrahead waren es, die den Acker auf der Evolution Stage für alle nachfolgenden Bands bestellten sollten. Ein Mix aus aufgestautem Partywillen seitens der Besucher und der mitreisenden Zebrahead Show zündete direkt vom Start weg. Das Publikum verwandelte sich in eine aktive Crowd. Kaum jemand, der trotz Hitze nicht infiziert wurde und mitsprang, sang oder mit den Armen ruderte. Das muss diese euphorische Stimmung sein, in deren Genuss man bisher lediglich bei Rock am Ring kommen konnte. An sich, sind wir mal ehrlich, schaut man auf der Suche nach einer solch aktiven Crowd normalerweise eher neidisch auf die Insel. Die Deutschen, ich zähle mich auch dazu, genießen eher andächtig schweigend.