Frank Turner ist im Süden Englands aufgewachsen wo er bis 2005 in verschiedenen Punk Bands spielte. 2006 veröffentlichte er dann seine erste Solo-EP. Bis heute hat er insgesamt vier Alben veröffentlicht und sich dadurch fast die ganze Welt erschlossen – ohne sich und seinen Idealen dabei untreu zu werden.

Momentan tourt Frank mit seinem neusten Werk Tape Deck Heart durch Europa und ich habe mich mit ihm über das Tourleben und das neue Album unterhalten.

Du bis jetzt schon ein paar Wochen unterwegs. Wie läuft die Tour bis jetzt?
Frank: Die Tour läuft super, wenn man bedenkt dass ich fast alles absagen wollte, da ich mir im August eine Verletzung am Rücken zugezogen haben und deswegen keine Gitarre spielen darf. Wir haben dann doch kurzfristig einen Ersatzgitarristen gefunden, und können so die Tour dann doch durchziehen. Darüber bin ich glücklich und die Leute scheint es auch nicht zu stören.

Tape Deck Heart ist Dein – bis dato – kommerziell erfolgreichstes Album. Wie fühlt mann sich da?
Frank: Für mich ist es wichtig dass das Album nach mir klingt und die Fans es lieben wenn sie die Songs live hören. Klar lebe ich von meiner Musik und den Plattenverkäufen, allerdings ist mir der kommerzielle Erfolg nicht so wichtig. Es hat bis jetzt auch gereicht. Natürlich ist es super, wenn man als Musiker merkt dass immer mehr Menschen zu den Konzerten kommen und die eigenen Songs kennen.

Ich habe gelesen du schreibst schon wieder an neuen Songs?
Frank: Genau! Ich schreibe immer an neuen Songs. Für mich gibt es keinen richtigen „Schreibprozess“ wie das viele Songwriter nennen. Ich schreibe einfach immer wenn mit was einfällt, meist spontan. Egal ob zuhause oder z.B. im Nightliner, wenn eine Idee da ist muss sie raus.

Du hast schon öfters politische Statements gemacht und da du gleich in den USA unterwegs bist habe ich mich gefragt ob du dich da über den aktuellen Konflikt in Syrien äussern wirst?
Frank: Gute Frage. Meine Beziehung zur Politik ist recht kompliziert. Ich habe schon sehr viele Morddrohungen bekommen, wegen solchen Ausssagen – nein, das ist kein Scherz – und deswegen versuche ich die Sache etwas lockerer anzugehen. Das soll aber nicht bedeuten dass ich meine Meinung nicht sage, ich werde halt einfach nur versuchen etwas vorsichtiger zu sein.

Du hast mit deinen Songs schon fast auf allen Kontinenten gespielt. Man sagt ja „andere Länder, andere Sitten“ – wie siehst du das?
Frank: Klar sind die Menschen unterschiedlich was ihre Gebräuche oder Religionen angeht. Allerdings ist mir in den letzten Jahren vor allem aufgefallen dass die Menschen sich eigentlich viel ähnlicher sind als sie denken.

Danke für das Gespräch!
Frank: Cheers.