Foto: Lisa Reber

Das Glastonbury gehört zu den bekanntesten und – trotz seiner Größe – charismatischsten Festivals, die Europa zu bieten hat. Kein Wunder also, dass der Ansturm auf die Tickets von Jahr zu Jahr steigt. In wenigen Stunden startet nun die erste Runde des Vorverkaufs.

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In diesem Jahr wird es erstmals getrennte Ticketkontigente geben. Mit einer ersten Charge von 15000 Tickets will man versuchen, die sogenannten Green Travellers zu ködern. Denn die Karten, die heute um 19 Uhr deutscher Zeit in den Verkauf gehen, sind an die beliebten Coaches, sprich Shuttlebusse, gekoppelt.
Man hat während des Bestellvorgangs die Möglichkeit, eine Start- und Zielstation auszuwählen, von der aus man anreisen will. Der Clou: Die Tickets werden nicht, wie beim verbleibenden Kontigent, vor dem Start des Festivals verschickt, sondern erst im Bus selber ausgehändigt. Eines der Tickets zu sichern und anschließend die Anreise mit dem Coach zu canceln, wird also nicht möglich sein.
Seitens des Festivals zielt man also auf eine Klientel ab, die den Verkehr rund ums Festival entlastet, bei der Anreise weniger Schadstoffe verursacht und aufgrund des geringeren Gepäcks auch auf der Worthy Farm weniger Müll hinterlässt.

Die verbleibenden Tickets werden schließlich am kommenden Sonntag (06. Oktober) in den Ring geworfen. Es braucht keinen Hellseher, um zu erahnen, dass es auch in diesem Jahr eine Sache von wenigen Stunden sein dürfte, ehe das Glastonbury den kompletten Ausverkauf melden wird. Voraussetzung für das Ergattern eines Tickets ist eine gültige Registrierung, deren Deadline jedoch schon am Montag ablief.

Unterdessen gibt es auch in diesem Jahr die üblichen Spekulationen, wer denn die Tage auf der Pyramid Stage abschließen könnte. Namen wie Fleetwood Mac, David Bowie, Prince oder die Foo Fighters sind aktuell die beliebtesten Zutaten für den großen Topf in der Gerüchteküche.
Emily Eavis, Tochter des Gründers Michael Eavis, gab gestern gegenüber dem britischen Rolling Stone Magazin bekannt, dass man kurz davor sei, zwei Headliner dingfest zu machen. Für den dritten Slot gäbe es einige Alternativen, über deren Entscheidung aufgrund der großen Anzahl an verfügbaren attraktiven Bands allerdings noch gegrübelt werde. Wieviel auf die Aussage letztlich zu geben ist, ist jedoch fraglich, vernimmt man aus dem Hause Eavis doch regelmäßig widersprüchliche Aussagen.
Wer letztendlich auf dem Glastonbury auftreten wird, werden wir wohl erst mit der Bekanntgabe des Line-Ups im kommenden Jahr erfahren. Dass es auch 2014 wieder ein delikates Menü aus musikalischen Leckerbissen geben wird, steht aber wohl außer Frage.

Wir wünschen allen Lesern, die sich um Tickets bemühen, viel Erfolg. Solltet ihr Tickets ergattern können, wird es aber ein unvergessliches Erlebnis.

 

2 KOMMENTARE

    • Ja, das ist ja genau das, was ich im Artikel angedeutet habe. Wie ernst die Aussagen zu nehmen sind, ist immer etwas fraglich. Familie Eavis scheint da mit ihren Äußerungen nicht wirklich verlässlich zu sein.

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