Auf der Suche nach einer neuen Bleibe muss das Reload einen herben Rückschlag hinnehmen. Wie die Kreiszeitung gestern erfuhr, plant das Festival nicht länger mit Vechta als neuer Heimat. Die Zeit drängt, eine Fortsetzung des Festivals ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr.

Wohin geht die Reise des Reload?

Rückblende: Binnen einer Woche nach einer öffentlichen Bürgerversammlung wollte die Stadt Vechta über die Vergabe des Stopplemarkt-Geländes an die Reloader entscheiden. Seitdem ist ein Monat ins Land gegangen, ohne dass greifbare Ergebnisse öffentlich wurden.

John-Hendrik Landwehr, Mitgesellschafter der Reload GmbH und Co. KG, bringt etwas Licht ins Dunkel: Von der anfänglichen Euphorie in Vechta sei nicht mehr viel übrig geblieben. Pikant: Vechta selbst hatte die Initiative ergriffen und sich ursprünglich als Alternative zum aktuellen Standort angeboten.
Bei der Bürgerversammlung am 17.September hätten zwei Anlieger ihr Veto gegen das Festival eingelegt.
Gründe genug für das Reload die Hängepartie zu beenden und sich umzuorientieren.

Gesucht wird nicht nur eine Standortalternative zum wegbrechenden Sulinger Gewerbegebiet Süd, sondern auch ein „strategischer Investor“. Er soll helfen das finanzielle Risiko zu reduzieren.
Ob das Reload 2014 fortgesetzt werden kann ist laut Landwehr nicht sicher.
Noch bis etwa Ende des Monats wird man in Gesprächen ausloten wie es weitergeht.

Vergangenen Sommer musste die Bühne des ehrenamtlich organisierten Festivals erstmals einem neu installierten Recyclinghof weichen. Weitere Bauaktivitäten stehen einem Verbleib auf dem Sulinger Mühlenkamps Feld entgegen.

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