[UPDATE 04.03.2014 12:50 Uhr: Es hat ein Telefonat mit einem durchaus symphatischen Festivalvertreter stattgefunden. Natürlich darf man nicht alles für bare Münze nehmen, aber der Tenor war durchaus selbstkritisch:

+ in der Fan-Kommunikation ist vom Start weg viel schief gelaufen, zuständige Agentur ist entlassen, man gelobt Besserung
+ Gelände sei sicher (bestätigt durch Telefonat mit dem Chef von XXL-Location heute morgen), ob das einzeln richtig gestellt wird: offen
+ geplant sind nicht 100.000 Besucher, sondern 100.000 an den drei Festivaltagen, also ca. 30.000 pro Tag
+ man ist mit dem VVK nicht unzufrieden
+ österreichischer Veranstalter streckt die Kosten im Millionhöhe komplett vor, Ticketscript Fundus wird nicht angezapft
+ Verlust in den ersten Jahren ist eingeplant
+ komplettes Lineup mit Top-DJs wird in 2-3 Wochen veröffentlicht]

 

Traurig, dass es soweit kommen muss, aber wir sprechen hiermit eine klare Kaufwarnung für das Sommerlove-City aus. Ungereimtheiten stehen beim breitbeinig angetretenen Neuling schon vom Start weg ganz oben auf der Tagesordnung. Gestern der neue Höhepunkt: XXL-Location, Eigentümer des für die Summerlove-City Premiere vorgesehenen Kart- und Freizeitzentrums in Niedergoersdorf, spricht von Vertragsbruch und einem einseitig gekündigten Mietvertrag wegen nicht eingehaltener Vertragsklauseln.

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Passendes Foto: Fehlanzeige.

Selbst wenn man also das ewige hin und her in Sachen LineUp ausblendet, steht das Summerlove-City fünf Monate vor dem Start erneut ohne Gelände da.
XXL-Location hat laut ihrer Repräsentatin Rieke Ebert der Summer-live-entertainment UG mit Sitz in Burgau verboten mit dem Areal zu werben. Doch ein Blick auf die offiziellen Internetpräsenzen zeigt: Das stört die Festivalmacher nicht. Es wird allenthalb nach wie vor mit dem Standort Niedergoersdorf geworben. Eine Reaktion auf die neue Situation steht noch aus.

Grund genug für uns jetzt ganz klar vor einem Kauf der 136 Euro Tickets zu warnen. Auch in Vergangenheit hatten wir schon zu Vorsicht geraten, doch die neue Entwicklung entzieht dem Festival und dessen Machern auch die letzte Glaubwürdigkeit. Es ist mehr als fahrlässig mit solch ungewisser Zukunft weiter Karten zu verkaufen.

Die Tomorrowland-Lüge

Im Grössenwahn hatten die Veranstalter im Oktober vergangenen Jahres anfänglich von einem neuen deutschen Tomorrowland gesprochen.
Aus dem Stand heraus wollte man im Juli 2014 auf einem Flugplatz in der Nähe von Leipzig 100.000 Electro- und Houseaffine Besucher versammeln. Doch in Taucha regte sich Widerstand gegen solche Massen und so musste das Festival sich um einen anderen Standort kümmern.

Die Wahl fiel auf Niedergoersdorf. Mit dem Umzug verschob sich der Termin um einen Monat nach hinten. Man wollte nun am SonneMondSterne Wochenende eben jenem alteingesessenen Electro-Festival Besucher abspenstig machen. Mit Tickets, die 20 Euro teurer sind und jeder Menge Ungereimtheiten.

Das Summerlove-City soll als „Europas grösstes Airport Festival“ vom 8.-10.August 2014 stattfinden.
Tickets für das Wochenende werden für 136 angeboten. Wir Festivalisten raten derzeit dringend vom Kauf ab.