Kurz bevor sich die Pforten bei Rock im Park öffnen, veröffentlicht Veranstalter Argo die wichtigsten Neuerungen als Pressemitteilung. Man versucht die Besucherströme durch eine frühere Öffnung der Campingplätze besser zu kanalisieren, spendiert 2 weitere Tage kostenlosen Nahverkehr und versucht den Festivalisten durch den erstmals veranstalteten RIP-Umweltpreis „Rocky“ die Natur etwas näher zu bringen.

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Die Campingflächen werden in diesem Jahr bereits Donnerstag morgens um 8 Uhr für die Besucher freigegeben. Wir erinnern uns: Im letzten Jahr öffnete das Camping erst um 10 Uhr, die Parkplätze waren aber schon ab 8 Uhr morgens befahrbar. Konsequenz: Vor dem Bändchenumtausch und den Eingängen der Campingplätze bildeten sich in kürzester Zeit lange Schlangen.
Ich verfolge diese Entwicklung hin zu immer früheren Öffnungszeiten zwiegespalten. Einerseits entzerrt es den Verkehr auf den Zufahrtswegen und auch die Warteschlangen vor den Zeltplätzen sowie der Bändchenausgabe dürften schrumpfen. Schon allein deshalb, weil nicht jeder willens ist so früh anzureisen bzw. aus beruflichen Gründen auch einfach nicht kann. Auch alle Bayernticketnutzer sind vor 9 Uhr buchstäblich aus dem Verkehr gezogen. Für Frühaufsteher wird es dagegen wesentlich entspannter sein sich im Park häuslich niederzulassen.
Die Kehrseite dieser Neuerung: Man wird genötigt für gute Plätze immer früher anzureisen. Wo soll das enden? Das Festival beginnt erst am frühen Freitag Nachmittag. Eigentlich gibt es daher keine zwingende Notwendigkeit schon Donnerstag morgens um 8 Uhr sein Zelt aufzuschlagen.

Um donnerstags und am Abreisemontag legal mit den Bussen des VGN durch die City zu fahren musste man im letztes Jahr einen separaten Fahrschein lösen (und bezahlen). Ab diesem Jahr entfällt diese zusätzliche Ausgabe. Das Kombiticket gilt ab sofort volle 5 Tage -von Donnerstag bis einschliesslich Montag- als Fahrkarte im gesamten Netz des VGN.

Die vielen Umweltschutzsymbole auf dem überarbeiteten Arealplan waren uns schon aufgefallen. Nun liefert Argo die Erklärung für sie nach. Es handle sich bei den markierten Flächen um besonders empfindliche Uferbereiche, die vielen Tier- und Pflanzenarten beheimaten. Unter dem Motto „Respect Nature“ versucht man die Besucher zu deren Schutz zu animieren. Ob ein Appell an das Gewissen der partywilligen Besucher wirklich etwas bewirkt oder ob man mit Zäunen vielleicht etwas nachhilft bleibt offen.
Definitiv dagegen ist der erstmals in Kooperation mit dem Parkrocker-Forum ausgerufene Umweltpreis „Rocky“. Die Idee einer Vorher/Nachher-Bildaktion der letztjährigen Editionen von Hurricane und Southside wurde aufgegriffen um die Vermüllung des Geländes zu bekämpfen. Als Preise winken neben einem mehr oder minder attraktiven Pokal auch 6 Karten für Rock im Park 2010 und ein  Merchandising Paket.