Im letzten Jahr wuselten 60.000 Festivalisten über das Zeppelinfeld und drängten sich zusammen auf die Campingflächen. Der Begriff ‚Sardinencamping‘ machte die Runde – nicht zu unrecht.
Heute nun überraschte uns die Nachricht, dass die Zwillingsfestivals Rock am Ring und Rock im Park mit insgesamt 160.000 verkauften Tickets ausverkauft seien. 85.000 gehen davon auf das Konto von Rock am Ring. Es wird zwar nicht explizit gesagt, aber das würde bedeuten, dass für den Park 75.000 Tickets abgesetzt wurden. Das sind 1/4 mehr als im letzten Jahr!

Es drängt sich die Frage auf, wo diese 15.000 zusätzlichen Festivalisten untergebracht werden sollen. Mit Spannung darf der Geländeplan erwartet werden. Zumindest dürfte heuer keine Parallelveranstaltung den zur Verfügung stehenden Raum einengen. Public Viewing wird es aller Voraussicht nach auf dem Volksfestplatz vor dem Colosseum nicht geben, da die Stadt keine Mittel dafür zur Verfügung stellen will. Die Agentur werk:b möchte auf dem 6km entfernten Kornmarkt ein Public Viewing ausrichten.
Doch die Campingflächen sind nur ein Aspekt, den es kritisch zu beäugen gilt. Wie werden sich die zusätzlichen Besucher auf die bereits in den letzten Jahren aufgetretenen Sicherheitsmängel auswirken, wie auf die sanitären Einrichtungen? Wird es auf der Alterna als Reaktion auf das Plus an Zuschauern eine Videoleinwand geben? Fragen über Fragen, die sich in den kommenden Wochen auflösen werden.