„Grüne Hölle – Rockfestival am Nürburgring“ – so heisst das neue Festival am Nürburgring 2015. Schon bevor heute um 12 Uhr Deag-Chef Peter Schwenkow sowie Geschäftsführer der Capricorn Nürburgring GmbH, Carsten Schumacher, ihre Pläne zu einem zukünftigen Rockfestival am Nürburgring vorstellten, kannte man durch diverse Interviews die Eckpunkte.

>> Drüber reden: Grüne Hölle Festival 2015

So wird das neue Festival tatsächlich in direkte Konkurrenz zu Rock am Ring und Rock im Park treten. Premiere ist am ersten Juni-Wochenende (5.-7.Juni 2015). Die „Grüne Hölle“ erstreckt sich also am gleichen Wochenende wie Rock am Ring und Rock im Park ebenfalls über drei Tage. Ein mehr als brisantes Szenario.

Same, same. But different

Stammbesucher von Rock am Ring werden sich beim Grüne Hölle Festival nicht gross umstellen müssen. „Zu vier Fünfteln“ so Deag-Chef Schwenkow werde das „Erfolgsmodell“ beibehalten.
Was konkret geändert werden soll? Beispielsweise die Programmzusammenstellung. „Manche sagen, es handelt sich derzeit nicht mehr wirklich um ein pures Rock-Musik-Festival. Daran müssen wir feilen.“ (Spiegel)

Erste Bands sind bereits gebucht, werden aber vorerst nicht bekanntgeben. Man peilt den September für eine erste Ankündigung an.

Die Preise für die Eintrittskarten sollen sich zumindest nicht erhöhen. Schwenkow: „Wenn wir in der Lage sind, den Preis um 20 oder 30 Euro zu senken, werden wir uns gemeinsam als Partner entschliessen.“

Der Vertrag zwischen den Konzertveranstaltern Deag, Kilimanjaro (> Sonishpere Festivals) und Wizard Promotions mit dem Nürburgring gilt für die kommenden fünf Jahre. Man plant also ein langfristiges Engagement, von dem man im ersten Jahr auch nicht unbedingt Profite erwartet.

Wahrheiten und Wahrheiten

Die Pressekonferenz am Nürburgring zeigt auch wieder nur zu deutlich das Dilemma von uns Aussenstehenden: Man weiss nie so genau, ob alles stimmt, was die handelnden Personen in ihrem emotionalen Schlagabtausch so erzählen.
Bestes Beispiel: Der Chef des Nürburgring-Betreibers Capricorn widersprach der Darstellung von Marek Lieberberg scharf, in den vergangenen Jahren kaum Geld am Ring verdient zu haben. Tatsächlich seien es „Millionen von Euro“ gewesen, die der Frankfurter Konzertveranstalter mit Rock am Ring eingestrichen habe.

Bruch einer jahrelangen Kooperation

Noch bis ins Jahr 2014 veranstalteten Lieberbergs gerne Konzerte grosser Künstler wie Black Sabbath mit Ossy Hoppe alias Wizard Promotions. Das Verhältnis dürfte sich mit dessen Bekenntnis zum Trio Deag/Kilimanjaro/Nürburgring und deren „Grüner Hölle“ massiv abgekühlt haben.
Hoppe ist es auch, der zu bedenken gibt: „Ob Rock am Ring im kommenden Jahr in Mönchengladbach stattfindet, ist noch gar nicht sicher.“ 

(via  Rhein Zeitung Ticker)