Eine der besten (Live-)Bands ihres Genres meldet sich drei Jahre nach der Veröffentlichung von „Endgame“ mit einem neuen Studioalbum zurück. Die Rede ist von Rise Against. Obwohl die Musiker vor Allem zuletzt kritisch beäugt wurden und hohen Erwartungen ausgesetzt sind, kann das neue Werk überzeugen.

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Als die Vorab-Single „I Don’t Want To Be Here Anymore“ vor wenigen Wochen veröffentlicht wurde, folgte vielfach Ernüchterung von Seiten der Fans und Medien. Man dachte: Die US-Amerikaner verrennen sich in überholten Konzepten und geradezu belanglosen Melodien, wie es auf den zurückliegenden Alben gelegentlich der Fall war. Das Quartett belehrt die Hörer nun eines besseren.

An das neue Album, so hatten es die Bandmitglieder in vielen Interviews gesagt, wollte man nach den Erfolgen der letzten Jahre mit etwas Distanz herangehen, sich und die Umgebung reflektierter betrachten. Zugegeben, diese Statements klangen nach Neuausrichtung, Konzeptalbum und Veränderungen in der Band. Neu erfunden haben sich Rise Against auf dem neuen Tonträger mit Namen „The Black Market“ jedoch keineswegs. Das müssen sie auch gar nicht.

Der nun veröffentlichte Longplayer klingt gewohnt energiegeladen, ist dafür aber auch in großen Teilen mitreißend und eingängig wie lange nicht. Während der Opener „The Great Die Off“ noch eher durchschnittlich daher kommt, wissen spätestens die Songs „Tragedy + Time“, „The Black Market“ und „Methadone“ zu begeistern. Der Instrumentaleinsatz gefällt, Cellos und Violinen sind zu hören.
Inhaltlich hat sich aller Ankündigungen zum Trotz ebenfalls wenig geändert. Rau, sozialkritisch, dunkel und politisch versiert fallen die Texte aus, wie üblich. Rise Against haben noch immer eine Botschaft. Sie sind Aktivisten, entschiedene Kriegsgegner. In einer Welt, die von Konflikten geprägt ist, treffen sie den Zeitgeist. Wohl deshalb verkauft die Band mit ihrem exklusiven Stil auch hierzulande große Konzerthallen aus. Im August kommen die US-Amerikaner für eine Show zum Open Flair Festival, im November folgen dann die Clubshows.

Gegen Ende des Albums fühlt man sich geradezu an die so beliebten Akustikballaden „Swing Life Away“ und „Hero Of War“ erinnert, wenn der überzeugendste Song „People Live Here“ beginnt. Ein ruhiger, eingängiger Refrain verleiht dem Titel Ohrwurmcharakter. Und schließlich hinterlässt auch der Schlußsong „Bridges“ einen guten Eindruck. Mit dieser Veröffentlichung ein „Appeal To Reason“ Nr.2 zu kopieren kam für die Band nie in Frage. Während des Aufnahmeprozesses in Colorado haben die vier neue Ideen gesammelt, und bleiben auf  „The Black Market“ doch sie selbst.

Sänger und Gründungsmitglied Tim McIlrath versteht es wie kaum ein Anderer in seinen Songs Bilder zu zeichnen, von besseren Welten, von anderen Zeiten. Auf Ihrem langen Weg haben Rise Against seit 1999 daran gearbeitet die Massen zu erreichen. Längst sind sie dort angekommen. „The Black Market“ ist das nächste Kapitel…

Schon jetzt eines der überraschendsten Alben 2014.

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Rise Against Tour 2014

10.08. -SO- Open Flair Festival
16.11. -SO- Frankfurt – Festhalle
17.11. -MO- Düsseldorf – Mitsubishi Electric Halle
19.11. -MI- Hamburg – o2 World
20.11. -DO- Berlin – Velodrom

2 KOMMENTARE

  1. Stimmt, Danke für den Hinweis. Es sind natürlich – wie zu Anfang des Textes geschrieben – vier Bandmitglieder.

  2. Schönes knackiges Review, habe die Platte auch hier liegen. Muss zugeben – nach dem ersten Durchlauf war ich etwas ernüchtert, ich fand die recht aggressive Gangart sehr schön, da gibt es auf dem neuen Album nicht so viele Passagen. Aber ich kann mich damit anfreunden, das Album ist sehr schön geworden. Und ich freu mich auf das OF-Festival, wo ich dann den fünften Mann der Band kennenlernen werde (Fingerzeig – Rise Against sind nur vier ;) )

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