Lieberberg hat sich positioniert, die Stadt Mönchengladbach will Rock am Ring unbedingt zu sich holen, aber es gibt einen Miesepeter im Spiel. Laut RP Online ist es die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die angeblich keinen Pachtvertrag mit der Marek Lieberberg Konzertagentur abschliessen will. Sie bevorzugt demnach einen Verkauf an die Stadt, die ihrerseits dann mit der Frankfurter Konzertagentur verhandeln soll.

Verweile doch, Du bist so schön!

Das Problem dabei: die Zeit, die ein solcher Kauf in Anspruch nehmen würde. Neben den eigentlichen Preisverhandlungen müssten auch noch andere Kostenfragen geklärt werden. Dies könnte, so RP Online, mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Zeit, die die Lieberbergs nicht haben.
Sie wollten eigentlich schon Mitte August Tinte unter einen Pachtvertrag gesetzt haben und erste (Headliner)Bands für das Rock am Ring Jubiläum 2015 präsentieren. Stellen sich die neuen Gerüchte allerdings als wahr heraus, ist man davon auch Anfang September noch meilenweit entfernt. Helfen könnte nur eine kurzfristige Zwischenlösung für 2015. Oder: MLK müsste sich ernsthaft Gedanken um eine Alternative zur Wunschlösung machen.

Erste Alternative?

Erste Ausweichoptionen wären wahrscheinlich der Flugplatz Mainz-Finthen bzw. das dortige Messegelände.
Von der Allgemeinen Zeitung auf diese Lösung angesprochen, liess sich Marek Lieberberg noch Ende Mai warme Worte entlocken: „Mainz wäre eine tolle Möglichkeit, es würde mir gefallen. Ich bin dort auf viel Interesse gestoßen„. Das war allerdings bevor er sein Hauptaugenmerk gen Mönchengladbach und dem dortigen JHQ richtete.

Weiteres Ungemach droht

Die Suche nach einer neuen Heimat gestaltet sich also weiterhin sehr schwierig. Gerade erst hatten Lieberbergs vor Gericht eine einstweilige Verfügung der Nürburgring Gmbh i.E. gekippt, die es ihnen untersagte mit dem Titel „Rock am Ring“ umzuziehen und zu werben. Weitere juristische Auseinandersetzungen mit den Insovlenzverwaltern des Rings bzw. dem potentiellen neuen Eigner Capricorn sind aber vorprogrammiert. Denn sie besitzen ein Patent auf den Worttitel „Rock am Ring“ im Zusammenhang mit Fanartikeln und Drucksachen. Einer unserer Forenuser kam auf die Idee, dass sogar Werbeposter und Eintrittskarten unter diese Kategorie fallen könnten und MLK sie ohne Genehmigung nicht drucken dürfte.

So schwimmen wir voerst also weiter in einer trüben, undurchschaubaren Suppe. Und der Wunsch nach einer Auflösung und dem normalen Tagesgeschäft wächst von Tag zu Tag.