Am Abend ein neuer Wasserstand in Sachen Rock am Ring 2015 in Mönchengladbach. Nach Recherchen von RP Online hat die staatliche Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) der Stadt eine fünfjährige Miete angeboten. Eine Entscheidung über die Offerte soll am 1. Oktober fallen.

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Es wäre die Zwischenlösung, die den Weg für Rock am Ring im Mönchengladbacher JHQ ebnen könnte. Um dieses Angebot der Bima zu erreichen haben sich lokale Politiker über Parteigrenzen hinweg mächtig ins Zeug gelegt. CDUler Schlegelmilch und SPD-Kollege Heinrichs reisten in den letzten Tagen durchs Land, verhandelten nach Vermittlung eines Bundestagskollegen direkt mit Bima-Vorständen in Berlin und Lieberbergs in Frankfurt.

Herausgekommen ist ein Angebot, bei dem die Stadt das JHQ-Areal für fünf Jahre zu einem mittleren sechsstelligen Betrag von der Bima mieten könnte. Innerhalb der nächsten drei Wochen will man die Offerte prüfen. RP Online zitiert Schlegelmilch mit den Worten: „Wir können das wirtschaftliche Risiko inzwischen sehr gut einschätzen. Es ist sehr überschaubar.“ Sein Begleiter Heinrichs schränkt aber ein: „Wir machen bei aller berechtigten Begeisterung nur, was wirtschaftlich sinnvoll und verantwortlich ist.“
Das kann durchaus als ein Wink in Richtung Marek Lieberberg Konzertagentur verstanden werden, das eigene Angebot für eine Pacht des gewünschten JHQ-Abschnitts noch einmal nachzubessern.

Summa Summarum: Die neuen Entwicklungen nehmen den Alternativen zum JHQ Mönchengladbach -wie etwa Mainz und Mendig- den Wind der letzten Tage aus den Segeln. Lieberbergs und die Stadt Mönchengladbach dürften in den nächsten Wochen alles Nötige veranlassen, um die Kuh endlich vom Eis zu bekommen.
Anfang Oktober könnte es dann wirklich zur Präsentation des neuen Rock am Ring Standorts kommen, verbunden mit der Veröffentlichung der Headliner für 2015 und dem Vorverkaufsstart.