Paukenschlag in Sachen Rock am Ring Standort: Geht es nach Informationen der gewöhnlich gut unterrichteten RP Online, hat Mönchengladbach den Kampf um Rock am Ring final verloren. Neuer Standort von Rock am Ring soll demnach ab 2015 tatsächlich die kleine Eifelgemeinde Mendig sein.

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Um 14 Uhr werden wir Klarheit haben. Dann will Marek Lieberberg in Mönchengladbach vor die Presse treten und die Entscheidung begründen.
Gleichzeitig sollen erste Informationen zu „Rock im JHQ“ kommuniziert werden. Dieses neue Festival im August ist das Trostpflaster für Mönchengladbach und dürfte parallel mit RockNHeim vom 14.-16. August 2015 veranstaltet werden.

Sündenbock: Bima

Woran es in Mönchengladbach vermutlich scheiterte? Nicht am Engagement der Bürger und lokaler Politiker. Schuld ist wohl die Behörde für Immobilienfragen (Bima), der das ehemalige Militärgelände JHQ gehört. Sie liess erst in den letzten Wochen wissen, nicht selbst am Lieberbergs vermieten zu wollen. Stattdessen sollte die Stadt selbst das Gelände für 5 Jahre pachten und weitervermieten. Das hätten die Obrigen in Mönchengladbach wohl auch gern getan. Aber ihnen lief die Zeit davon, um letzte Fragen zu klären. So war es Mönchengladbach nicht möglich, Lieberbergs bis Ende dieser Woche Rechtssicherheit zu geben, gleichbedeutend mit dem Ende des Traums Rock am Ring in MG anzusiedeln.

Rock am Ring Mendig – eine Vernunftehe

In Mendig gibt es diese Probleme nicht (mehr). An die 9000 Einwohner zählenden Eifel-Gemeinde schliesst eine 187 Hektar umfassende, ehemalige Bundeswehrkaserne an. Die kann MLK sofort mieten und hätte das theoretisch schon seit Juni tun können.
Gegen die kleine Gemeinde spricht neben der unmittelbaren Nähe zum Nürburgring (30km Luftlinie) auch die Lage in der Prärie. Die Chance lukrative Grossräume wie Düsseldorf/Köln und das Ruhrgebiet zu erschliessen ist mit Mendig vertan. MLK dürfte es an diesem Standort also schwerer fallen, den Abschied vom Nürnburgring besuchertechnisch abzufedern.